TEM – Traditionelle Europäische Medizin

Die Traditionelle Europäische Medizin: eine Alternative zur Schulmedizin?

Unter dem Begriff Traditionelle Europäische Medizin, kurz TEM, werden mehrere Behandlungsmethoden zusammengefasst, die eher dem Bereich der Alternativmedizin zuzuordnen sind. Der Begriff TEM leitet sich übrigens von der Abkürzung für die Traditionelle Chinesische Medizin ab. Der Grund: In der TEM wird ein ähnlicher Ansatz verfolgt. Im Vordergrund steht nämlich die Prävention, also die Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte des Körpers, damit erst gar keine Erkrankung auftritt.

Die Behandlungsmethoden in der TEM

Traditionelle Europäische Medizin

Fotolia © Marina Lohrbach

Genutzt werden die Methoden der TEM vor allem in Kuranstalten, in denen sich Patienten entweder nach längeren Erkrankungen zur Rehabilitation aufhalten oder um Erkrankungen vorzubeugen. Zu den typischen Anwendungen, die hier praktiziert werden, gehören naturheilkundliche Methoden ebenso wie die sogenannte Kneipp-Medizin. Ein typisches Charakteristikum dieser nach dem Pfarrer Sebastian Kneipp benannten Anwendungen ist neben Wasseranwendungen und Ernährungsempfehlungen auch der Einsatz pflanzlicher Wirkstoffe.

Gerne wird in der TEM aber auch die anthroposophische Medizin genutzt. Diese verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und hat neben dem Körper auch den Geist im Blickfeld. Auch homöopathische Anwendungen werden dieser Richtung der Medizin übrigens zugerechnet. Diese alternativmedizinische Methode wurde vom Arzt Samuel Hahnemann im ausgehenden 18. Jahrhundert entwickelt. Ein Grundsatz dieser Herangehensweise besteht darin, dass Kranke mit Arzneimitteln behandelt werden, die bei einem gesunden Menschen krankheitsähnliche Symptome hervorrufen können.

Ärzte, die nach den Kriterien dieser Form der Medizin arbeiten, behandeln also nicht nur die verschiedenen Symptome einer Krankheit, sondern betrachten den Körper als Ganzes. Nach ihrem Verständnis entsteht eine Krankheit aus einem Ungleichgewicht innerhalb des Körpers, welches wieder ins Lot gebracht werden muss. Behandelt werden also nicht nur einzelne Organe, sondern der gesamte Körper. Dabei wird für jeden Patienten nach ausgiebigen Tests eine individuelle Therapie ausgearbeitet.

Wann ist die Traditionelle Europäische Medizin sinnvoll?

Bei ernsthaften Erkrankungen wie etwa Krebs oder einem Schlaganfall lässt sich die moderne Schulmedizin natürlich nicht durch diese Methoden ersetzen. Sie können in der Regenerationsphase nach der Heilung aber eine sinnvolle Ergänzung in der Reha sein. In diesem Fall dienen die traditionellen Methoden vor allem der Prävention, um eine erneute Erkrankung zu vermeiden. Obwohl diese Form der Medizin sehr viel Zeit und Aufwand erfordert, kann sie nach schweren Erkrankungen dabei helfen, die Gesundheit des Patienten wieder aufzubauen und bei leichteren Erkrankungen eine sinnvolle Alternative zu chemischen Präparaten darstellen.

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