Schutzkleidung für medizinisches Personal

Die richtige Schutzkleidung bildet die schützende Barriere zwischen Patient und Personal – die medizinische Berufsbekleidung. Gerade im Zeitalter von Covid-19 dient sie ihrem Träger als unverzichtbares Präventionsmittel, aber auch gegen Infektionskrankheiten wie MRSA und Verletzungen. Wie sie den hygienischen Anforderungen im Medizinsektor gerecht wird, regelt eine eigene Bekleidungsvorschrift.

Medizinische Schutzkleidung – wichtiger Bestandteil der Praxishygiene

Medizinische Schutzkleidung - wichtiger Bestandteil der Praxishygiene

Als medizinische Berufsbekleidung gilt grundsätzlich alles, was vom Fachpersonal getragen wird. Einen einheitlichen Dresscode gibt es dabei aber nicht. Je nach Aufgabenbereich, setzt sie sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen. Der modernen Variante gehören zwei separate Kleidungsstücke an, eine Hose und ein zugehöriges Oberteil. Der Einteiler hingegen entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand. Nicht selten erweist sich seine umständliche Anziehweise als hinderlich.



Da ihre Hauptaufgabe im Infektionsschutz besteht, wird medizinische Arbeitskleidung in allen Bereichen gebraucht, die auf Infektionsschutz angewiesen sind. Die weitaus größte Gruppe bilden die Pflegekräfte mit Gesundheits- und Krankenpflegern. Doch auch das Ärzte- und Funktionsdiagnostikpersonal macht einen Großteil der Träger aus. Während die medizinische Arbeitsbekleidung im ärztlichen Dienst für die Station, die Intensivmedizin und den OP gedacht ist, kommt sie in der Funktionsdiagnostik beim Röntgen, der Endoskopie und der Sonografie zum Einsatz.

Schutzkleidung für medizinisches Personal – welche Formen gibt es?

Medizinische Schutzkleidung

Medizinische Schutzkleidung – Fotolia © 43083268

Zur Prävention von Infektionen und Verletzungen steht dem medizinischen Personal eine mehrteilige Ausrüstung zur Verfügung. Welche Schutzkleidung letztlich erforderlich ist, bestimmt sich nach dem persönlichen Arbeitsstil, dem Gefahrengrad der Behandlung sowie den Bedürfnissen des jeweiligen medizinischen Einsatzes. Als essentielle Bestandteile erweisen sich:

Schutz- und Laborbrillen:

Ob im OP, bei der Laborarbeit oder im Untersuchungsraum – die Schutzbrille bildet eine mechanische Barriere zwischen der Augenpartie und gefährlichen Fremdkörpern. Die robusten Kunststoffgläser halten Splitter, Körperflüssigkeiten und aufspritzende Chemikalien zuverlässig fern.

Masken:

Gerade in einer sterilen Umgebung kann kaum auf die Verwendung einer Gesichtsmaske verzichtet werden. Sie ist wie ein Schutzschild für Mund und Nase, um die Ausatmung von Mikroorganismen und gleichzeitig das Einatmen von Bakterien zu verhindern. Die beliebteste Form ist die sogenannte High Efficiency Particulate Air (HEPA) Maske. Mit ihrem Gummizug sorgt sie für eine möglichst gesichtsnahe Passform.

Handschuhe:

Neben der Atemschutzmaske sind auch Handschuhe fester Bestandteil der medizinischen Arbeitskleidung. Die klassische Variante ist der Latexhandschuh. Sein dehnbares Material verspricht seinem Träger Schutz und maximale Bewegungsfreiheit in einem. Für den Allergiker bietet sich das latexfreie Nitril an. Generell handelt es sich im Medizinsektor immer um Einweghandschuhe, die aus Gründen der Prävention nach jedem Gebrauch zu entsorgen sind.

Scrubs:

Die gleichnamige Fernsehserie „Scrubs“ hat ihm zu internationaler Bekanntheit verholfen. Der unifarbene Zweiteiler, bestehend aus Hose und Oberteil, wird sowohl von Pflegekräften als auch von Ärzten getragen. Der Name kommt ursprünglich vom englischen „to scrub“, was sich auf das intensive „Schrubben“ der Hände vor dem operativen Eingriff bezieht.

OP-Kittel:

Er ist speziell der OP-Bekleidung zuzuordnen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, den operativen Wundbereich bestmöglich vor Krankheitserregern zu bewahren, um das postoperative Infektionsrisiko reduzieren zu können.

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Biosicherheit/Schutzmassnahmen/Schutzkleidung/Schutzkleidung_node.html

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