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Erste Hilfe – eine der wichtigsten Maßnahmen zur Prävention!

Man kann es nicht oft genug sagen: Erste Hilfe zu leisten ist nicht nur ein notwendiger Beitrag für die Gemeinschaft, sondern es werden schlicht und einfach Leben gerettet. Ob man bei einem Unfall auf der Straße, am Bahnsteig, bei einer Freizeitveranstaltung oder im Flieger … Wenn „Not am Mann“ (oder an der Frau) ist, sollten Sie nicht zögern. Doch leider tun dies viele und geben als Begründung an, dass sie Angst hätten, etwas falsch zu machen.



Doch falsch – und lebensgefährlich für den Betroffenen – ist es, nichts zu machen! Ausreden, wie „Mein letzter Erste-Hilfe-Kurs liegt schon soweit zurück“, hört man oft. Doch genau dieses Zaudern bringt betroffene Personen erst recht in Gefahr. „Falsch machen“ können Menschen, die sofort Hilfe anbieten im Prinzip nichts, bestätigen auch Rettungssanitäter immer wieder. Nur Wegschauen und Nichtstun sei fatal.

Prävention am Unfallort: Die Hauptsache ist, dass man hilft!

Ein Beispiel: An der Straßenbahnhaltestelle kippt jemand plötzlich um, Personen in der Nähe schauen ratlos hinüber. Sicher sind sie geschockt, dass jemand vor ihren Augen scheinbar das Bewusstsein verliert. Nur eine Mutter mit Kind reagiert sofort. Zielsicher berührt sie den am Boden liegenden Mann am Arm und spricht ihn an. Er antwortet, ist also nicht bewusstlos, nur „schwarz vor Augen“ ist ihm. Danach fragt sie Umstehende, ihr zu helfen. Gemeinsam legen sie den korpulenten Mann in Schocklage: auf den Rücken, Füße hochgelagert. Während seine Sinne langsam wiederkommen, redet sie die ganze Zeit mit dem Mann. Sie fragt ihn zum Beispiel nach seinem Befinden, woher er gerade herkommt usw. Außerdem beschreibt sie, was sie gerade mit ihm macht, um ihm die Angst zu nehmen. Nach weniger Zeit hat sie nicht nur herausgefunden, dass er gerade von einer Blutspende kommt und deshalb kurz das Bewusstsein verloren hat. Es tritt auch ein typischer Effekt ein: Mittlerweile helfen mehrere Personen um sie herum. Die Ersthelferin ist also nicht mehr allein. Der Mann erholt sich und, als die Bahn kommt, kann er – in Begleitung anderer – nach Hause fahren. Alles ist gut ausgegangen.

Dieses Beispiel zeigt, dass bereits ein Helfer genügt, um andere Personen zum Mithelfen zu gewinnen. Dieser Ersthelfer muss nicht alles wissen, denn hier können auch andere Anwesende aushelfen. Wichtig ist aber, dass er da ist, den Betroffenen anspricht, sich einen kurzen Überblick über die Situation verschafft, Andere zum Helfen auffordert und erste Maßnahmen einleitet. Helfen kann also so einfach sein, auch ohne ständig aufgefrischte Erste-Hilfe-Kenntnisse. Dennoch ist es gut, über Grundregeln bescheid zu wissen.

4 Grundregeln der Ersten Hilfe – 4 Grundsätze:

Wichtig: Gerade der Notruf (zB. Euro-Notruf 112, EU-weite Sicherheits-Serviceline für alle Notfälle) wird häufig zu spät abgesetzt, doch der hat Priorität. Schließlich dauert es schon einige Minuten, bis der Rettungswagen am Ort des Geschehens ankommt. In dieser Zeit können Sie dann – je nachdem – den Betroffenen in Schocklage legen, Bewusstlose in die Seitenlage oder– bei Atemstillstand – die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit einleiten.

Erste Hilfe als praktische App und im Internet: Praktische Online-Ratgeberplattformen für Erste Hilfe haben mittlerweile nahezu alle Rettungsdienste und –vereinigungen, wie die „Erste-Hilfe-Online“ des Roten Kreuz, das „Erste-Hilfe Online-Lexikon“ der Johanniter oder anderen. Besonders praktisch sind auch passende Erste-Hilfe Apps, wie die Erste-Hilfe-App der Malteser für Smartphones.

Gibt es auch Erste Hilfe für die Seele?

Von Zeit zu Zeit benötigen benötigen Menschen auch Erste Hilfe von anderer Seite, zum Beispiel in Form einer Lebensberatung, um wieder im Einklang mit Körper und Gesundheit sein zu können. Der Lebensberater (in Österreich: Lebens- und Sozialberater) begleitet Sie in verschiedenen Situationen und unterstützt Sie bei der Bewältigung von Problemen.

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