Allergieprävention im Kindesalter

Allergienprävention von klein auf

Allergische Erkrankungen wie das allergische Asthma, Heuschnupfen oder die Neurodermitis treten in den westlichen Industrienationen immer häufiger auf. Da die ursächlichen Therapieansätze sehr beschränkt sind, ist eine frühzeitige Allergieprävention im Kindesalter besonders wichtig.

Allergien verhindern durch Stillen

Allergieprävention Kinder

Fotolia © Danilo Rizzuti

Kinder, die von ihren Müttern mindestens für den Zeitraum der ersten vier Monate gestillt werden, haben ein geringeres Allergierisiko als Kinder, die nicht oder nur kurz gestillt werden. Die Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung optimal an die Bedürfnisse des Säuglings angepasst. Durch die Muttermilch erhält der Säugling wichtige Immunfaktoren, die die Entwicklung des kindlichen Immunsystems fördern und so Allergien vorbeugen.

Auf den Kaiserschnitt verzichten

Nicht nur im Kindesalter, sondern schon vor der Geburt können Eltern einen Beitrag zur Vorbeugung von Allergien leisten. Säuglinge, die durch einen Kaiserschnitt auf die Welt kommen, weisen ein erhöhtes Allergierisiko auf. Eltern sollten diesen Hinweis bei der Wahl des Geburtsverfahrens berücksichtigen. Eine natürliche Geburt ist dem Kaiserschnitt vorzuziehen, sofern keine medizinische Indikation für den operativen Eingriff besteht.

Ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft zur Prävention

Experten empfehlen Frauen während der Schwangerschaft und der Stillzeit eine ausgewogene Ernährung mit vielen Nähr- und Vitalstoffen. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass Fisch in der mütterlichen Ernährung einen schützenden Effekt auf die Entstehung allergischer Erkrankungen bei den Kindern hat, sodass Fisch während der Schwangerschaft wöchentlich auf dem Speiseplan stehen sollte. Eine Meidung möglicher Nahrungsmittelallergene wird hingegen heute nicht mehr empfohlen.

Allergieprävention durch ein gesundes Körpergewicht

Es gibt verschiedene Belege, die darauf hinweisen, dass ein erhöhter Body Mass Index (BMI) bei Kindern mit einem erhöhten Risiko für Asthma und andere allergische Erkrankungen einhergeht. Bei Kindern sollten Übergewicht und Fettleibigkeit deshalb auch aus Gründen der Allergieprävention vermieden werden.

Risikofaktor Haustierhaltung?

Personen ohne erhöhtes Allergierisiko müssen die Haustierhaltung nicht einschränken. Gibt es jedoch in der Familie Allergiker oder ein erhöhtes Allergierisiko sollte auf Katzenhaltung verzichtet werden. Die Hundehaltung ist hingegen nicht mit einem höheren Allergierisiko verbunden, sodass ein Hund als Haustier der Prävention von Allergien nicht zuwiderläuft.

Allergieprävention im Kindesalter
5 (100%) 1 vote

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.