Gesundes Motivationsmanagement

Was verbirgt sich hinter dem Begriff GESUND? Laut WHO ist jemand gesund, wenn ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens erreicht ist. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass das Fehlen von Krankheit und Gebrechen nicht ausreicht um gesund zu sein.

Die steigenden Zahlen psychischer Erkrankungen in unserer zunehmend digitalisierten, vernetzten Welt, mit virtuellen Teams und Kollege Roboter sprechen eine deutliche Sprache: Am Wohlbefinden gilt es zu arbeiten.


Was ist MOTIVATION?

Stellen Sie sich Motivation als diejenige Kraft vor, die Sie dazu bringt, in einer ganz bestimmten Art und Weise zu handeln: Ein mentaler Motor, der zudem die Richtung Ihres Handelns bestimmt. Diese Kraft rührt aus dem Zusammenspiel von Bedürfnissen, Ängsten, Werten und Ihren ganz individuellen Vorstellungen aufgrund Ihrer Sozialisation.

Zu einem gesunden, das Wohlbefinden steigernden
Arbeitsalltag trägt die Ausgeglichenheit der
Bedürfnisse also Ihrer Motivatoren und deren
Befriedigung entscheidend bei.

Motivation managen – Wohlbefinden steigern – Sie sind gefragt

Wenn Sie Stress erleben, ist das eine natürliche Reaktion Ihres Körpers und zeigt Ihnen das Ungleichgewicht zwischen Umweltfaktoren und Ihrer Reaktionsfähigkeit auf bestimmte Situationen / Umstände.

Unschädlich ist der positive, der Eustress, den Sie sicher schon bei kurzfristigen Herausforderungen, langfristiger Kompetenzerweiterung und Euphorie empfunden haben. Schädlich dagegen der negative, der Di-Stress. Der entsteht bei Unterforderung, Monotonie, Überforderung, Ermüdung, langfristiger Arbeitsunzufriedenheit. Vom Burnout spricht man bei anhaltender Überforderung, die nicht immer von außen kommen muss, sondern auch weil man vielfach entgegen besseren Wissens agiert. Es kommt zur totalen Erschöpfung, die sich vielfältig äußern kann.

Motivation managen – Wohlbefinden steigern – Sie sind gefragtSeine Motivatoren zu kennen und dementsprechend zu handeln, sich seinen Motivatoren bewusst zu sein, seine Bedürfnisse adäquat zu kommunizieren, steigert das Wohlbefinden aller. Dabei unterscheiden wir zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Die extrinsische Motivation leitet sich ab von externen Objekten, von Anderen, im Allgemeinen von der Welt außerhalb von uns. Intrinsische Motivation kommt von innen, wie beispielsweise aus dem Gefühl heraus das Sie empfinden, wenn Sie eine Tätigkeit ausüben.

Die entscheidende Frage ist: Sind Sie eher extrinsisch oder mehr intrinsisch motiviert?
Extrinsische Motivatoren verpuffen nämlich schnell und heben somit nur kurzfristig das Wohlbefinden. Dazu zählen der berühmte Euro und sonstige Inzentives, aber auch Anerkennung und Status. Verfügen Sie über eine hohe intrinsische Motivation, reizen Sie Herausforderung, Freude an der Arbeit, Zielerreichung, um einige aufzuzählen. Ist Ihre Einstellung zum Leben zudem eher positiv, also nehmen Sie nicht immer gleich das schlechteste an und sehen sowie nutzen die Möglichkeit aktiver Einflussnahme auf Entscheidungen, dann bewältigen Sie schwierige Situationen und plötzlich auftretende Probleme besser, gesünder. Ihr Wohlbefinden ist nicht gleich in Gefahr zu schwinden, es wird zugepackt (Eustress) und die Arbeit bestmöglich bewältigt.
Grundsätzlich hat jeder noch Luft nach oben und es lohnt sich, sich damit einmal zu beschäftigen. Denn die gute Nachricht ist: Die Fertigkeit sich selbst zu motivieren, einen positiveren Zugang auf die Sicht der Dinge zu erhalten und Einfluss zu nehmen, kann trainiert, verbessert werden.

Sollten Sie allerdings Aufgaben abarbeiten, die wenig mit Ihrem eigenen Können und Wollen zu tun haben, ist Ihr Energieeinsatz hoch, Fertigkeiten jedoch, die Ihnen leicht von der Hand gehen, die zu Ihren Stärken gehören, werden kaum genutzt. Das macht in den meisten Fällen müde und unzufrieden. Die Motivation schwindet, Dienst nach Vorschrift hält Einzug, oder es erfolgt sogar die innere Kündigung. Dem Unternehmen für das Sie tätig sind, geht somit Potential verloren und die Rentabilität sinkt, denn für den eingesetzten Euro ist die Leistung geringer als erwartet.

Bedeutung für Unternehmen

Bedeutung für UnternehmenEs macht daher auch aus unternehmerischer Sicht Sinn sich mit dem Thema Motivation und wie kann das Wohlbefinden gefördert werden, intensiver auseinanderzusetzen. Wieviel demotivierte Mitarbeiter will und kann sich ein Unternehmen leisten? Wieviel Energie fließt in wertschöpfende Prozesse, angetrieben durch intrinsische Motivatoren wie Spitzenleistung, Herausforderung und Zielerreichung? Und wieviel Energie fließt in Grabenkämpfe wer die bessere Position hat, wer Macht ausübt, wann die nächste Gehaltserhöhung fällig sein sollte, also der Bedienung externer Anreize, die Morgen schon wieder Schnee von gestern sind? In Zeiten in denen so manche Branche um Fachkräfte ringt, sollten doch die bestehenden Mitarbeiter bestmögliche Leistung erbringen. Führungskräfte sollten sich daher auch der Motivatoren Ihrer Mitarbeiter und der Leistungssteigerung bei hoher intrinsischer Motivation bewusst sein. Ein Unternehmen kauft Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber der Mitarbeiter entscheidet jeden Tag neu über seine Leistungsbereitschaft. Ist das Wohlbefinden groß in der Belegschaft, ist auch die Leistung exzellent.

Fazit

Ein gesundes Motivationsmanagement bedeutet für Sie sich aktiv mit sich auseinanderzusetzen, zureflektieren, dazuzulernen, besser zu kommunizieren. Für Führungskräfte in einem Unternehmen heißt es, sich mit den Mitarbeitern zu beschäftigen und auch motivational zu führen. Dann wird das Wohlbefinden gefördert und durch eine höhere intrinsische Motivation Ressourcen freigesetzt.

Petra ZanderPetra Zander ist geschäftsführende Gesellschafterin der „Wachstum für Mensch und Organisation GmbH“ (kurz WfMO) und berät mit Ihren Kollegen Firmen unterschiedlichster Größe und Branche zu den Themen gesunde Organisations- und Mitarbeiterentwicklung. Wer die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung vornehmen muss/möchte, wird von Frau Zander kompetent begleitet. Ihr Steckenpferd ist das ganzheitliche betriebliche Gesundheitsmanagement, dass sowohl die Verhaltens- als auch die Verhältnisprävention beinhaltet. Coachings und Trainings für Fach- und Führungskräfte gehören ebenso zu Ihrem Portfolio. Sie ist u. a. Dipl. Volkswirtin, Heilpraktikerin Psychotherapie, Business und Master-Gesundheits-Coach (ECA). Ihre langjährige praktische Erfahrung bringt sie ehrenamtlich beim VDSI e.V. und der INQA im Bereich Prävention, betriebliche Gesundheit & Arbeit 4.0 ein.
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