Wie Sie einem Reizdarm vorbeugen können

Vorbeugung bei Reizdarm

Der Magen spielt verrückt, der Bauch schmerzt, Blähungen, Verstopfung und Durchfälle sind ebenso lästig wie unangenehm. Die Symptome kehren immer wieder, aber einen Grund dafür findet der Arzt nicht. Mehr als jeder Fünfte in Deutschland ist vom sogenannten Reizdarmsyndrom betroffen.

Reizdarm

Dem Reizdarmsyndrom vorbeugen – Fotolia © Andrey Popov

Reizdarm – Was ist das?

Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Funktionsstörung des Verdauungstrakts, die mit krampfartigen Bauchschmerzen, Völlegefühl, Stuhlunregelmäßigkeiten und Blähungen einhergeht. Die Beschwerden treten gehäuft in stressigen Situationen auf. Reizdarmsyndrom ist eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, dass erst sämtliche schwere Erkrankungen ausgeschlossen sein müssen, bevor die Diagnose Reizdarmsyndrom gestellt wird.


Dem gereizten Darm vorbeugen

Da noch nicht vollständig geklärt ist, warum die Beschwerden bei einem Reizdarm-Syndrom auftreten, ist eine Reizdarm Vorbeugung nur bedingt möglich. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren und begünstigende Faktoren, die ausgeschlossen werden sollten.

Reizdarmvorbeugung durch gesunde Lebensführung

Die psychische Gesundheit spielt beim Reizdarm-Syndrom eine entscheidende Rolle. Ängste, Sorgen und Stress verstärken die Beschwerden meist. Angststörungen und Depressionen sollten von einem Psychotherapeuten behandelt werden. Autogenes Training, Yoga oder die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen können den Stresspegel im eigenen Alltag senken und so Ruhe in den Darm bringen.

Kräuter zur Reizdarm Prävention

Verschiedene Heilkräuter können die Symptome, die mit dem Reizdarm-Syndrom einhergehen, lindern. Sie beruhigen die Schleimhaut des Magens und des Darms und beugen so zusätzlich eventuellen Beschwerden vor. Zur Reizdarm Vorbeugung eignen sich insbesondere Kümmel, Fenchel, Pfefferminze, Anis und Kamille. Empfehlenswert sind drei Tassen Tee täglich, jeweils zu den Mahlzeiten getrunken.

Reizdarm vorbeugen – Bewusst Essen

Die Ernährung hat auf die Symptomatik bei der Erkrankung einen großen Einfluss. Eine ausgewogene Ernährung und bewusstes Essen sind deshalb gute Möglichkeiten zur Prävention. Auf dem täglichen Speiseplan sollten möglichst wenige stopfende und blähende Ballaststoffe stehen. Dazu gehören zum Beispiel Haferflocken oder Leinsaat. Viel Obst, Salat und Gemüse sind hingegen empfehlenswert. Blähendes Gemüse wie Kohl sollte jedoch nicht so häufig verzehrt werden. Bewusstes Kauen und Schlucken verbessert die Verdauungsleistung und beugt Blähungen und Völlegefühl nach dem Essen vor. Viele kleine Portionen sind wenigen großen Portionen vorzuziehen. Nach dem Essen und während des gesamten Tages sollte zudem ausreichend getrunken werden.

Dem Reizdarm vorbeugen mit Bewegung

Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Grund für die Beschwerden eine gestörte Bewegung des Dünndarms ist. Mit sportlichen Aktivitäten wie Gymnastik, Joggen, Schwimmen oder Radfahren wird die Peristaltik des Darms angeregt. Gleichzeitig wird durch Bewegung auch der Stress gemindert. Körperliche Betätigung eignet sich somit hervorragend zur Prävention des Reizdarm-Syndroms.

Auch wenn sich ein Reizdarmsyndrom nicht 100% verhindern lässt, kann sich eine ausgewogene, bewußte und gesunde Ernährung positiv auf die Gesundheit des Darms auswirken. Ballaststoffreiche, frische Ernährung sind besonders empfehlenswert, so wie ausreichende und regelmäßige Flüssigkeitszufuhr. Wasser und Tee eignen sind hier besonders gut. Auf Kaffee, dickflüssige Säfte und Alkohol sollte möglichst verzichtet werden.

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