Suchtprävention und Therapie in Zeiten der Corona Pandemie

Die Coronakrise hat uns alle bis tief ins Mark getroffen. Sie hat unser Privatleben, Berufsleben und unsere Gesellschaft verändert. In diesen herausfordernden Zeiten mussten auch Berater*innen und Therapeut*innen neue Wege gehen, sich neu aufstellen um auch während der Lockdowns bedingt durch Corona Ihren Klient*innen Hilfe und Unterstützung anbieten zu können.

Suchtprävention und Online-Therapie

Suchtprävention und Online-Therapie

Beratung und Therapie ist heute wichtiger als je zuvor: Soziale Isolation verstärkt psychische Belastungen wie Ängste und Depression. Umso wichtiger ist es daher, umso besser auf die MitarbeiterInnen zu achten und die betriebliche Suchtberatung (BGF) technisch so auszustatten, dass sie auch im Homeoffice Ihren KollegInnen zur Hilfe stehen können.

Suchterkrankung – wenn die Sucht den Alltag bestimmt

Alkohol, Tabak, Beruhigungsmittel, Drogen wie LSD, Kokain oder Heroin und viele weitere – die Liste der Substanzen mit Suchtpotenzial ist lang. Neben diesen stoffgebundenen Süchten gibt es auch nicht-stoffgebundene Arten der Abhängigkeit. Dazu gehören zum Beispiel Onlinesucht, Sexsucht oder Abhängigkeiten rund um Glücksspiel. Oft reicht schon ein einmaliges Ausprobieren aus Neugier aus, um in die Abhängigkeit zu geraten. Spätestens bei mehrmaligem Konsum sind die ersten Schritte in die Abhängigkeit getan.

Was ist eine Suchterkrankung?

Sucht ist ein umgangssprachlicher Begriff für Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit geht mit einem starken Verlangen nach einem bestimmten Bewusstseins- und Erlebniszustand einher. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auch das ICD-10 definieren vier Arten der Abhängigkeit bzw. des Gebrauchs: unerlaubter Gebrauch, gefährlicher Gebrauch, dysfunktionaler Gebrauch und schädlicher Gebrauch.

Beim unerlaubten Gebrauch werden die Süchte von der Gesellschaft nicht toleriert. Der gefährliche Gebrauch der Substanzen mit Suchtpotenzial hat vermutlich schädliche Folgen für den Konsumenten. Beim dysfunktionalen Gebrauch sind die psychischen und sozialen Anforderungen beeinträchtigt. Ein schädlicher Gebrauch hat bereits körperliche oder psychische Schäden hinterlassen.

Wie entsteht eine Suchterkrankung?

Süchten liegt eine Fehlsteuerung des Belohnungssystems zugrunde. Über verschiedene Wege aktivieren die Suchtstoffe Neurotransmitter, die zu einem Wohlgefühl oder Euphorie führen. Das Gehirn nimmt das Suchtmittel als positiven Reiz wahr. Bei einem Mangel an diesem Mittel entsteht so der unkontrollierte Wunsch nach der Substanz. Ein wichtiger Faktor bei der Entstehung der Süchte ist die sogenannte biologische Toleranz. Bei wiederholter Einnahme nimmt die Wirkung der Drogen bzw. Suchtstoffe ab. Dieser Wirkungsverlust muss mit immer höheren Dosen kompensiert werden, sodass der Substanz-Konsum zunehmend an Bedeutung erlangt.

Welche Symptome treten bei Süchten auf?

Welche Symptome treten bei Süchten auf?

Wer süchtig ist, hat ein starkes und unwiderstehliches Verlangen das Rauschmittel zu konsumieren und kann weder Menge noch Zeitpunkt oder Dauer der Zufuhr kontrollieren. Bei Verzicht auf den Konsum der Substanz treten körperliche Entzugserscheinungen auf. Da sich im Laufe der Zeit eine Toleranz entwickelt, wird die Dosis stetig gesteigert. Menschen, die süchtig sind, verlieren zunehmend das Interesse an ihrer Umwelt und beschäftigen sich bevorzugt mit der Beschaffung ihrer Suchtsubstanz. Sie erhalten den Konsum trotz nachweisbarer schädlicher gesundheitlicher oder sozialer Folgen aufrecht.

Psychotherapie wirkt! Raus aus der Suchtfalle

Fragen Sie Ihre behandelnden Psychoterapeutinnen beziehungsweise Psychotherapeuten, Psychologinnen beziehungsweise Psychologen nach den Kosten beziehungsweise Möglichkeiten einer Kostenübernahmen durch Ihre Krankenkasse.

Für Menschen mit einer Angststörung oder Depression kann der erste Schritt sich professionelle Hilfe zu suchen sehr schwer sein. Sie benötigen dafür häufig die Unterstützung von ihrem Umfeld.

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