Prävention im Urlaub: Das gehört in Ihre Reiseapotheke

Ihr Urlaub steht vor der Tür? Dann ist es höchste Zeit für einen Kurzcheck Ihrer Reiseapotheke. Die sollten Sie immer dabeihaben, und das nicht nur bei längeren Urlauben ins In- und Ausland, sondern auch bei Kurzausflügen. Wie schnell ist am Wochenende im Salzkammergut oder beim Kurztrip nach Kärnten etwas passiert? Mit einer vernünftigen Reiseapotheke können Sie kleinere Schürfwunden, Insektenstiche oder Übelkeit schnell versorgen. Bei größeren Verletzungen, Unfällen oder Erkrankungen sollte natürlich ein Arzt vor Ort aufgesucht werden.

Naturheilkundliche oder konventionelle Prävention?

Ihre erste Entscheidung sollte sein, ob Sie eine naturheilkundliche oder konventionelle Reiseapotheke bevorzugen. Bei beidem berät Sie Ihr Hausarzt, Heilpraktiker aber auch die Apotheke am Heimatort. Was viele nicht wissen ist, dass es auch Reiseapotheken mit homöopathischen Globuli in gut sortierten Apotheken gibt.

Das muss in die konventionelle Reiseapotheke hinein:

Prävention im Urlaub: Das gehört in Ihre Reiseapotheke

1. Allgemeine Mittel:

  • Verbandsmaterial: Pflaster in unterschiedlichen Größen, sterile Kompressen, Mullbinden, Einmalhandschuhe und eine Schere
  • Schmerzmittel: mit den Wirkstoffen Ibuprofen, ASS oder Paracetamol
  • Durchfallmittel: hier empfehlen Krankenkassen Elektrolyt-Pulver und Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid.
  • Mittel gegen Reiseübelkeit: mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat
  • Insektenabweisende Mittel: Sprays oder Dilutionen, achten Sie auf Hautverträglichkeit.
  • Juckreizstillendes Mittel: ein Gel nach Insektenstichen zur Linderung von Schwellung und Juckreiz
  • Sonnenschutzmittel: Creme oder Spray passend zu Ihrem Hauttyp und Reiseziel, nach zuviel Sonne eine kühlende Salbe bzw. Lotion zur Linderung des Sonnenbrandes
  • Verletzungen: Eine Salbe gegen Aufschürfungen wird immer noch empfohlen, doch nicht nur die Ersthelfer des DRK (Deutsches Roten Kreuz) warnen davor. Empfehlenswert ist es, eventuelle Fremdkörper und Schmutz mit Wasser sanft aus der Wunde zu entferne (tupfen!) und ein Pflaster zu verwenden. Ansonsten hilft Sauberkeit und viel frische Luft, damit sich die Wunde schnell von selbst verschließen kann.

Dies ist eine konventionelle Zusammenstellung, eine homöopathische Reiseapotheke können Sie entsprechend der o.g. passend für sich zusammenstellen lassen. Auch in der Homöopathie gibt es Sonnenschutz (Sol), Mittel nach Insektenstichen (Apis, Ledum), Mittel zur Versorgung von Verletzungen (Arnika, Bellis Perennis) usw. Oder Sie kombinieren konventionelle und homöopathische Mittel. Bewährt hat sich die homöopathische „Dreierkombi“, Apis, Sol und Arnika (gegen Insektenstiche, Sonnenstich und Prellungen), hierzu gibt es passende kleine „Globuli-Täschchen“ in der Apotheke, die in jede Hosentasche passen.



2. Individuelle Mittel:

Chronisch Kranke oder Allergiker nehmen selbstverständlich „Ihre“ Mittel zusätzlich mit. Gegen Allergien haben Sie so genannte Antihistaminika mit dabei usw.

Wer in die Tropen fährt, erhält vom Hausarzt eine Übersicht von entsprechenden Mitteln für die Reiseapotheke. Je nach Jahreszeit und Ort, benötigen Sie eventuell Impfungen, Malariamittel und ein Moskitonetz.

Reisapotheke für Kinder: Wer mit Kindern in den Urlaub fährt, denkt selbstverständlich an kindgerechte Mittel gegen Insektenstiche, Durchfall, Übelkeit, Schmerzen und Erkältungen. Auch der Sonnenschutz und das Insektenschutzmittel zur Prävention sollte speziell für Kinder geeignet sein.

Was kommt ins Handgepäck?
Alles was Sie während der Reise benötigen, sollte nicht in den Koffer und – im Falle eines Fluges o.ä. – später am Reiseziel ankommen als Sie! Dazu gehören z. B. Tabletten gegen Reisekrankheit, Verhütungsmittel und eventuell regelmäßig einzunehmende Medikamente.

Falls Sie dennoch zum Arzt müssen, haben Sie immer Ihre Krankenkassen-Karte mit dabei. In den meisten europäischen Ländern gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), für Reisen in andere Länder nehmen Sie eine Auslandskrankenschein mit. Diesen sowie entsprechende Infos über Reiseländer erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Tipp: Sicher ist Sicher! Notieren Sie sich auch sicherheitshalber die vor Ort wichtigen Notrufnummern. Die 112 ist die europäische Notrufnummer, kostenlos nutzbar in allen EU-Staaten. Diese Nummer kann vom Festnetz und vom Mobiltelefon angewählt werden, um Rettung, Feuerwehr oder Polizei zu verständigen.

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