Gesundheitsförderung in Österreich

Es gibt mehr als eine Definition zum Gesundheitsbegriff. Eine besonders umfassende Beschreibung liefert jedoch die Weltgesundheitsorganisation WHO. So macht die Organisation Gesundheit nicht allein am Freisein von Krankheit fest. Ein Mensch ist dann gesund, wenn er über körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden verfügt. Diese breite Sicht auf das Gesundheitsthema ist auch die Grundlage der sogenannten Ottawa-Charta für Gesundheitsförderung, einem Gesundheitsförderungsansatz der WHO. Diese Charta soll Menschen zu einem höheren Maß an Selbstbestimmung im Hinblick auf ihre eigene Gesunderhaltung verhelfen.

Gesundheitsförderung in Österreich

Gesundheitsförderung in ÖsterreichDas Land hat bereits in den späten 1980er Jahren damit begonnen, die Ansätze zur Prävention der Ottawa-Charta umzusetzen. So wurde beispielsweise das WHO-Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser gegründet. Bis heute konnten sich zahlreiche weitere österreichische Gesundheitsnetzwerke etablieren, die entsprechende Rahmenbedingungen zur Prävention und Gesunderhaltung schaffen.


Die Grundprinzipien der Ottawa-Charta

Die Charta beruht auf drei Prinzipien: Interessensvertretung, Befähigung und Ermöglichung der entsprechenden Interessen und das Vermitteln und Vernetzen von Menschen, Institutionen und Organisationen. Personen und Gruppen sollen mithilfe einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik, dank gesundheitsförderlicher Lebenswelten und gesundheitsbezogener Gemeinschaftsaktionen mehr Kontrolle über ihre eigene Gesundheit erhalten. Sie sollen bei der Entwicklung persönlicher Kompetenzen unterstützt werden. Dazu gehört auch eine Neuorientierung der Gesundheitsdienste.

Unterstützung durch gesetzliche Grundlagen

Das österreichische Gesundheitsqualitätsgesetz garantiert die Qualität von Gesundheitsleistungen und setzt dabei auf die Werte Effizienz, Effektivität, Patientensicherheit und Patientenorientierung. Das Gesundheitsförderungsgesetz ist hingegen die gesetzliche Grundlage für eine stärke Verankerung der Gesundheitsprävention im Gesundheitsbereich. Das Gesetz umfasst unter anderem Maßnahmen und Initiativen, die zur Gesundheitserhaltung, -förderung und -verbesserung der österreichischen Bevölkerung eingesetzt werden sollen. Auch Aufklärung und Information über die Vorbeugung von vermeidbaren Erkrankungen und über psychologische, seelische und soziale Einflussfaktoren gehören zum Inhalt des Gesundheitsförderungsgesetzes.

Der Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich (FGÖ)

Die nationale Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung und Prävention als Zweig des FGÖ betreut und entwickelt nicht nur praxisorientierte und wissenschaftliche Forschungsprojekte, sondern ist auch für die Planung von Aktivitäten zuständig, die die gesunde Lebensweise für die österreichische Bevölkerung erlebbar machen sollen. Dabei kümmert sich der Fonds um die sechs Handlungsfelder Bewegung, Ernährung, Kinder und Jugendliche, ältere Menschen und Menschen am Arbeitsplatz.

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