Süßholzwurzel – Vorbeugung mit der Heilkraft der Natur

Glycyrrhiza glabra, allgemein bekannt als Süßholzwurzel, ist eine Heilpflanze, die schon seit Tausenden von Jahren zur natürlichen Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen angewendet wird. Wegen ihres süßen Geschmacks wird die Süßholzwurzel oft als Süßungsmittel in Bonbons verwendet. Sie macht Lakritze so lecker und Arzneimittelhersteller verwenden sie, um den bitteren Geschmack von Medikamenten zu maskieren.


Achtung Bluthochdruck-PatientInnen!

Produkte (Tee, Lakritze, usw.) mit Süßholzwurzel kann den Blutdruck erhöhen. Patienten, die bereits unter Bluthochdruck leiden, sollten deshalb davon Abstand nehmen! Zudem senkt Süssholz den Kaliumspiegel und kann mitunter Wassereinlagerungen begünstigen, wenn die Heilpflanze übermäßig verzehrt wird. Daher auch an dieser Stelle: Die Dosis macht das Gift.


Die Süßholzwurzel – eine Heilpflanze mit Potential

Die Süßholzwurzel - eine Heilpflanze mit Potential

Süßholz stammt aus Westasien und Südeuropa. Die früheste Verwendung als Heilmittel geht auf das alte Ägypten zurück, wo die Wurzel zu einem süßen Getränk für die Pharaonen verarbeitet wurde. Hier erfahren Sie, wie Sie dieses Wunder der Natur als Heilmittel präventiv verwenden können.

Anwendung der Süßholzwurzel

Diese natürlich wohltuende Wurzel kann auf verschiedene Weise für Heilzwecke verwendet werden:

  • Die Wurzel kann mit einem hautfreundlichen Gel, z. B. Aloe Vera, gemischt werden, um Ekzeme zu lindern.
  • Weicht man die getrocknete Wurzel in heißem Wasser ein, lässt sich daraus ein Tee gegen Halsschmerzen zubereiten.
  • Magenbeschwerden können durch flüssiges Süßholzextrakt als Getränkezusatz oder mit ein paar Tropfen unter der Zunge behandelt werden.
  • Die Wurzel wird auch zu Süßholzkapseln oder Kautabletten verarbeitet. Bei der Einnahme soll man sich an die Gebrauchsanweisung oder die Empfehlung einer medizinischen Fachkraft halten.

Heilwirkung der Süßholzwurzel

Heilwirkung der Süßholzwurzel

Mehrere klinische Studien, in denen der Nutzen von Glycyrrhiza glabra untersucht wurde, haben vielversprechende Ergebnisse erbracht, z. B:

  • Behandlung von Ekzemen, Juckreiz, Rötung und Entzündung der Haut: Eine zweiwöchige Studie mit 60 Erwachsenen ergab, dass das Auftragen eines Gels mit Süßholzwurzelextrakt die Hautprobleme deutlich verbesserte. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14522625/)
  • Linderung von Verdauungsbeschwerden und Magenverstimmungen: Laut einer medizinischen Untersuchung kann ein Extrakt aus Flavonoiden, das in Glycyrrhiza glabra enthalten ist, Magenbeschwerden wie Übelkeit, Magenschmerzen und Sodbrennen wirksam lindern. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3123991/)
  • Krebstherapie: Aufgrund der zahlreichen Stoffe mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften, die im Süßholzwurzelextrakt enthalten sind, wurde ihre Wirkung bei bestimmten Krebsarten untersucht. Der Wurzelextrakt wurde mit der Verlangsamung oder Verhinderung des Zellwachstums bei Haut-, Brust-, Darm- und Prostatakrebs in Verbindung gebracht. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32226725/)
  • Atemwegserkrankungen: Aufgrund der entzündungshemmenden und antimikrobiellen Wirkung können Süßholzwurzelextrakt oder Tee sich positiv bei Erkrankungen der oberen Atemwege auswirken. In Tierversuchen wurde festgestellt, dass Glycyrrhizin-Extrakt zur Linderung von Asthma beiträgt, insbesondere in Kombination mit modernen Asthmabehandlungen. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3957157/)
  • Mundgeschwüre: Gemäß Studien wird durch Auftragen von Süßholzextrakt auf die Innenseite des Mundes die Größe von Mundgeschwüren verringert, die Heilung aber nicht beschleunigt. Die Spülung des Mundes mit einer Süßholzlösung kann die Schmerzen lindern und die Heilung von Mundgeschwüren fördern.

Fazit

Die Süßholzwurzel ist ein altes Heilmittel, das in klinischen Studien und Labortests viele potenziell positive Auswirkungen auf die Gesundheit gezeigt hat.

Auch wenn sie bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen erfolgreich eingesetzt wird, sollte immer ein Arzt konsultiert werden, um unerwünschte Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu vermeiden.

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