Zahngesundheit in der Schwangerschaft

„Jedes Kind kostet einen Zahn“ – dieses alte Sprichwort trifft zum Glück heute nicht mehr zu. Doch tatsächlich sind Schwangere aufgrund der Veränderungen in ihrem Körper während der Schwangerschaft ganz besonders von Zahnerkrankungen bedroht. Welche Risikofaktoren müssen schwangere Frauen also bezüglich Zahngesundheit bedenken?

Zahngesundheit während der Schwangerschaft

Zahngesundheit in der Schwangerschaft – Fotolia © hartphotography

Zahngesundheit in der Schwangerschaft

Hormonelle Veränderungen

Die Mischung von Hormonen, der Sie während Ihrer Schwangerschaft ausgesetzt sind, verändert auch das Zahnfleisch. Es wird stärker durchblutet, ist dadurch weicher und manchmal leicht angeschwollen. Bakterien können sich in dieser Zeit schneller ansiedeln und zu Entzündungen führen. Wenn Zahnfleischbluten auftritt, ist Vorsicht geboten. Dies deutet auf eine Zahnfleischentzündung (Schwangerschaftsgingivitis) hin, die sich unter Umständen zu einer Parodontitis entwickeln kann. Sobald Ihnen auffällt, dass Ihr Zahnfleisch empfindlicher wird, sollten Sie daher einen Zahnarzt konsultieren und sich umfassend zur Zahnpflege in der Schwangerschaft beraten lassen.

Ernährungsfehler

Viele Frauen haben in der Schwangerschaft deutlich mehr Hunger. Sie essen „für zwei“ und gönnen sich gerne auch mal etwas Ungesundes, wenn sie gerade darauf Appetit verspüren. Leider können sich dadurch Ernährungsgewohnheiten einschleifen, die für die Zähne schädlich sind.

Gerade in einer Phase, in der Zähne und Zahnfleisch aufgrund hormoneller Veränderungen besonders anfällig sind, stellt der massenhafte Konsum zuckerhaltiger Lebensmittel ein Problem dar. Auch häufige kleine Zwischenmahlzeiten lassen die Säure, die von Bakterien im Mund produziert wird, über den Tag verteilt immer wieder schubweise ansteigen. Dies kann den Zahnschmelz nachhaltig schädigen.

Erbrechen

Nicht nur Säuren, die durch Mikroorganismen entstehen, schaden dem Gebiss. Die Zähne von Frauen, die während der Schwangerschaft häufig erbrechen müssen, haben darüber hinaus immer wieder Kontakt mit aggressiver Magensäure. Doch gerade diejenigen, die direkt im Anschluss zur Zahnbürste greifen, um den unangenehmen Geschmack loszuwerden, verstärken das Problem noch zusätzlich. Durch die Magensäure wird der Zahnschmelz weicher, sodass selbst die Zahnbürste während des Putzens Schäden verursachen kann. Erst rund eine Stunde nach dem Erbrechen ist die Gefahr gebannt.

Zahngesundheit in der Schwangerschaft
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