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Scheidenpilz – lästig, häufig, aber nicht bedrohlich

Plötzliches Brennen und Jucken im Intimbereich wird häufig als ernstzunehmende Geschlechtskrankheit interpretiert. Meist handelt es sich dabei aber nur um einen harmlosen Scheidenpilz. Die Symptome mögen zwar äußerst unangenehm sein, klingen mit der richtigen Behandlung jedoch innerhalb weniger Tage wieder ab.

Scheidenpilz – lästig, häufig, aber nicht bedrohlich

Scheidenpilz – super lästig, aber nicht bedrohlich – Fotolia_51116167_XS

Wie entsteht eine vaginale Pilzinfektion?

Hinter den hartnäckigen Beschwerden verbirgt sich ein gewöhnlicher Hefepilz der Gattung Candida. Dieser ist jedoch gerade im Intimbereich keine Seltenheit. Bei etwa 30 Prozent der Bevölkerung kommt der Pilz dauerhaft in den Mundschleimhäuten, im Verdauungstrakt und im Intimbereich vor. In geringer Konzentration ist sein Auftreten dort auch als völlig normal zu beurteilen. Krankhaft wird der Pilz erst bei einem Ungleichgewicht der Scheidenflora. Gewinnen die Bakterien Überhand, nimmt die Patientin das typische Brennen und Jucken in der Scheide wahr. Am wohlsten fühlt sich der Candida albicans in einer warmen, feuchten und sauerstoffarmen Umgebung, die ihm die Vagina in besonderem Maße bieten kann. Im Normalzustand verhindert ihr natürlicher Abwehrmechanismus die Ausbreitung der Keime. Gerät dieser aufgrund von hormonellen Störungen oder einem schwachen Immunsystem jedoch aus der Balance, beginnt die rasante Vermehrung der Pilze. Eine lästige Infektion entsteht.

Vaginale Mykose – typische Symptome



Scheidenpilz zeichnet sich durch seine unangenehmen, penetranten Begleiterscheinungen aus, die sich speziell im hektischen Alltagsgeschehen nur schwer ausblenden lassen. Typisch ist der hartnäckige Juckreiz, sowohl im Scheideneingang als auch an den Schamlippen, der meist von Rötungen, Schwellungen und Brennen begleitet ist. Weitere Anzeichen sind ein verstärkter weißer Scheidenausfluss und ein weißlicher Belag auf den Schleimhäuten. Liegt eine andauernde oder wiederholt auftretende Infektion vor, können sich zusätzliche Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr ins Krankheitsbild mischen.

Pilzinfektion im Intimbereich – gängige Ursachen

Während die Symptome bei nahezu jeder Erkrankung ähnlich sind, können die Ursachen sehr unterschiedlich ausfallen. Gestört wird die Scheidenflora durch folgende Faktoren:

Vaginale Mykose – präventive Maßnahmen ergreifen

Der erste Schritt gegen eine vaginale Pilzinfektion ist eine angemessene Intimpflege. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Da die Scheide über eine selbstreinigende Funktion verfügt, muss die Pflege nur bedingt unterstützt werden. So ist es bei der täglichen Waschroutine völlig ausreichend, nur den äußeren Bereich zu reinigen. Auf Seife und Duschgel sollte dabei möglichst verzichtet werden. Schließlich können die enthaltenen Zusatzstoffe die natürliche Scheidenflora leicht aus der Balance bringen. Wer allerdings nicht gänzlich ohne zusätzliche Pflegeprodukte auskommt, sollte verstärkt auf eine Lotion mit saurem PH-Wert achten.

Neben der täglichen Intimpflege entpuppen sich auch Vitamine als effektiver Schutzmantel gegen eine Pilzinfektion. Eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung und regelmäßige sportliche Betätigung stärken das Immunsystem. Mindestens genauso wichtig ist die Wahl der Unterwäsche. Ideal ist reine Baumwolle, die auch höheren Waschtemperaturen problemlos standhält, sodass Hefepilze zuverlässig abgetötet werden können.

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