Reizdarm-Behandlung mit Medikamenten, Homöopathie, Ernährung und Co.

Hinter dem Begriff Reizdarm (ReizDarmSyndrom – RDS) verbirgt sich eine relativ häufige Erkrankung des Verdauungstraktes von der häufiger Frauen betroffen sind und die zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität führt. Beim Reizdarmsyndrom ist nur die Funktion der Verdauung beeinträchtigt; es gibt keine körperlichen Ursachen, wie z.B. Entzündung oder Tumor. Eine Diagnose ist daher nur möglich in dem andere Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Typisch für den Reizdarm sind über einen längeren Zeitraum immer wieder auftretende Beschwerden:

    • krampfartige Bauchschmerzen,
    • Durchfall
    • Verstopfung
    • Blähungen

Eine moderne Reizdarm-Behandlung konzertiert sich auch auf folgende Punkte:

Oft führen einfache Maßnahmen, wie z.B. eine gesunde Ernährung und das Vermeiden von Stress, Bewegungs- und Schlafmangel schon zu einer Verbesserung. Zusätzlich können Entspannungsübungen oder Unterstützung im Rahmen einer Psychotherapie hilfreich sein. Jeder Betroffene muss für sich selber herausfinden, was ihm am besten hilft.

Reizdarm-Behandlung mit Medikamenten, Homöopathie, Ernährung und Co.Reizdarm-Behandlung mit Medikamenten, Homöopathie, Ernährung und Co.

Auch der Einsatz von Medikamenten zu Behandlung der verschiedenen Beschwerden ist sinnvoll. Mit der Unterstützung des Arztes gilt es herauszufinden welches der Arzneimittel am besten hilft:

Probiotika – Je nach den Beschwerden können ausgewählte Probiotika mit lebenden Mikroorganismen eingesetzt werden.

Ballaststoffe – Auch lösliche Ballaststoffe, wie indische Flohsamen, können die typischen Reizdarm Beschwerden lindern.

Pflanzenpräparate – Verstopfung, Blähungen Schmerzen können auch mit verschiedene Pflanzenpräparaten z. B. STW-5 behandelt werden.

Abführmittel – Wasserbindende (Milchzucker oder Macrogol) und zusätzlich darmanregende Abführmittel (Senna-Präparate, Bisacodyl, oder Natriumpicosulfat) werden überwiegend bei Verstopfung und Blähungen verwendet.

Krampflösende Mittel – Eine Behandlung von Schmerzen, Krämpfen, und Verstopfung mit Blähungen kann mit krampflösenden Mitteln (sog. Spasmolytika) wie Mebeverin oder N-Butyl-scopolamin erfolgen. Dazu gehören auch pflanzliche Mittel wie Pfefferminz und Kümmelöl.

Loperamid – Dieser Wirkstoff verringert die Darmbewegung und wird bei Durchfall angewandt.

Cholestyramin – Der Wirkstoff bindet aufgenommen Nahrungsfette und wird ebenfalls zur Behandlung von Durchfall verwendet.

Antidepressiva – Trizyklische Antidepressiva und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, können in Abhängigkeit der Beschwerden verschrieben werden.

Antibiotikum – Eine Therapie mit dem Antibiotikum Rifaximin kann in einzelnen Fällen zur Behandlung von Blähungen sinnvoll sein.

Entschäumende Substanzen – Simethikon oder Dimethikon können bei Blähungen Linderung verschaffen.

 

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