Parabene – die ungeschminkte Wahrheit

Von Zeit zu Zeit wird in den Medien über Parabene als Zusatzstoffe in Lebensmittel und Kosmetika berichtet. Doch die wenigsten Menschen wissen, was es mit den Zusätzen genau auf sich hat und welche Auswirkungen sie auf den menschlichen Körper haben. Parabene werden auch als Parahydroxybenzoate, Oxybenzoate und Hydroxybenzoate bezeichnet. Sie haben eine antimikrobielle und eine fungizide Wirkung. Das bedeutet, dass sie sowohl gegen Bakterien als auch gegen Pilze wirksam sind. Deshalb werden sie in der Industrie als Konservierungsmittel eingesetzt. Die Konservierungsstoffe finden sich in Arzneimitteln, Tabak und vor allem in Kosmetika (zum Beispiel in Lotionen, Make-up, Cremes, Shampoos und Sonnenschutzcremes). Auch Lebensmittel dürfen Parahydroxybenzoate enthalten. Vor allem Lebensmittel, die mit Gelee überzogen sind, Pasteten, überzogene Nüsse, Schokolade, gepökeltes und getrocknetes Fleisch können parabenhaltig sein.

Parabene – Wirkung der Konservierungsmittel nicht nur auf den menschlichen Körper

Insbesondere Menschen mit einer Allergie bekommen die Wirkung der Konservierungsmittel deutlich zu spüren. Doch auch Menschen ohne Parabenallergie können durch die Stoffe beeinträchtigt werden. Vor allem Methyl- und Ethylparaben zeigen eine Wirkung auf das Hormonsystem. Sie weisen eine hormonelle, östrogenartige Aktivität auf. Die genauen Risiken, die mit dieser Beeinflussung des Hormonsystems einhergehen, können noch nicht abgeschätzt werden. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Parabenen steht derzeit in der Diskussion. Zwar werden die einzelnen Dosen in Kosmetika als sicher bewertet, der sogenannte Cocktaileffekt findet allerdings kaum Beachtung. Dieser Effekt kann auftreten, wenn verschiedene Kosmetikprodukte mit verschiedenen Inhaltsstoffen kombiniert werden. So ist zwar der Parabengehalt in der Sonnenmilch oder im Tabak solitär betrachtet nicht besorgniserregend. Wird aber im Sommer in der Hochsaison beispielsweise jeden Tag mehrfach Sonnenmilch geschmiert, geraucht und abends noch zusätzlich eine Aprés-Sun-Lotion, ein Duschgel und ein Shampoo verwendet, kann der Parabengehalt in der Gesamtheit aller verwendeten Produkte die Grenzwerte überschreiten und gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Parabenallergie – Allergie Symptome von vornherein vermeiden

Parabenallergie - Allergie Symptome von vornherein vermeiden

Parabenallergien sind gar nicht so selten. Gefährdet sind vor allem Menschen mit Schuppenflechte, Kosmetikerinnen, Friseure, Menschen mit Neurodermitis oder Nesselsucht. In der Hochsaison für Pollen reagieren auch Menschen mit Heuschnupfen häufig auf die Konservierungsstoffe. Betroffene sollten deshalb vor dem Kauf die Inhaltsstoffe des jeweiligen Produkts überprüfen. Nicht immer sind die Konservierungsstoffe klar als Paraben gekennzeichnet. Häufig verstecken sich die Inhaltsstoffe hinter Namen wie 4-Hydroxybenzoesäuremethylester E216 oder 4-Hydroxybenzoesäureethylester. Mittlerweile gibt es spezielle Apps, die die Inhaltsstoffe eines Produkts nach Abscannen des Strichcodes bewerten und für bedenkliche Produkte Tipps und Alternativen bereithalten.

Tipp: Naturkosmetik ist eine echte Alternative zur konventionellen Kosmetikprodukten mit zahlreichen Vorteilen

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