Ansteckung durch Tröpfcheninfektion – Prävention

Eine Ansteckung durch Tröpfcheninfektion vermeiden. Nicht nur in Zeiten des Coronavirus/COVID-19 ein ernst zu nehmendes Thema!  Aber wie kann man eine Ansteckung vermeiden? Der Begriff Tröpfcheninfektion bezeichnet das Versprühen kleinster Krankheitserregern durch Flüssigkeitströpfchen durch Sprechen, Husten und Niesen. Viren oder Bakterien werden dabei von einer Person über die Luft in die Atemwege einer anderen Person transportiert.

Was ist eine Tröpfcheninfektion?

Achtung Ansteckung durch Tröpfcheninfektion

Ansteckung durch Tröpfcheninfektion – Fotolia © 24737002

Bei einer Tröpfcheninfektion werden Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien gemeinsam mit winzig kleinen Tröpfchen, die in der Luft schweben, eingeatmet. Diese Tröpfchen, auch Aerosole genannt, stammen aus Körperflüssigkeiten anderer Menschen. Durch Husten oder Niesen werden sie mit hoher Geschwindigkeit aus den Atemwegen geschleudert und gelangen in die Luft. In ihnen befinden sich die Krankheitserreger, die gemeinsam mit den Aerosolen eingeatmet werden.



Die Aerosole haben etwa eine Reichweite von einem bis eineinhalb Metern. Niest in unserer unmittelbaren Umgebung also jemand, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Tröpfchen auf unsere Nasenschleimhaut treffen. Hierbei kann es zu einer Tröpfcheninfektion kommen, wenn die enthaltenen Bakterien oder Viren nicht von unserem Immunsystem unschädlich gemacht werden. Da auch die Übertragung von hochansteckenden Krankheitserreger somit recht einfach geschieht, lösen Tröpfcheninfektionen in vielen Fällen Epidemien aus.

Typische Krankheiten durch eine Tröpfcheninfektion

Nur mit wenigen bakteriellen Erkrankungen kann man sich durch eine Tröpfcheninfektion anstecken. Zu den gefährlichsten dieser Bakterientypen gehören die Meningokokken, die eine eitrige Hirnhautentzündung und Blutvergiftung hervorrufen können. Pneumokokken hingegen verursachen gefährliche Lungenentzündungen. Kinder sind besonders häufig von Infektionen mit eiterbildenden Streptokokken betroffen, die unter anderem die Ursache von Scharlach sind.

Meist werden jedoch Viren durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Typische Erkrankungen, die sich auf diesem Wege verbreiten, sind beispielsweise grippale Infekte (Erkältungen), echte Grippe (Influenza), Keuchhusten, Diphtherie, Röteln, Mumps oder Masern, aber auch Windpocken und Scharlach.

Einer Ansteckung durch Tröpfcheninfektion vorbeugen – Präventive Maßnahmen

Einer Tröpfcheninfektion vorbeugen durch präventive Maßnahmen

Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn das Immunsystem geschwächt ist, breiten sich Erkältungskrankheiten schnell von Mensch zu Mensch aus. Es gibt aber dennoch wirksame Vorsichtsmaßnahmen, um einer Tröpfcheninfektion vorzubeugen und die Möglichkeit einer Übertragung präventiv gering zu halten:

    • Hände regelmäßig (öfter über den Tag verteilt) mit normaler Seife (gründlich mit Seife einreiben und danach mind. 30 Sekunden unter fliessendem Wasser abspülen) – Die Wassertemperatur ist dabei weniger wichtig als die Dauer!
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  • Waschen Sie auch Ihren Kindern regelmäßig die Hände – das Immunsystem der Kinder ist noch nicht vollständigt entwickelt, weshalb sich die Krankheitserreger leichter und schneller verbreiten können.
  • Halten Sie Ihre Finger/Hände vom Gesicht fern.
  • Trinken Sie nicht aus Tassen/Flaschen, aus denen bereits andere getrunken haben.

Sich vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen, ist nicht so einfach. Das Tragen eines Mundschutzes ist beispielsweise effektiv, aber nicht immer alltagstauglich. Doch schon regelmäßiges Händewaschen und das Meiden infizierter Personen haben sich bewährt und sind gut umsetzbar. Generell ist die beste Krankheitsvorbeugung ein starkes Immunsystem. Neben einem dauerhaft gesunden Lebensstil lohnt es sich daher, im Herbst gezielt das Immunsystem fit für den Winter zu machen.

Wenn Sie bereits erkrankt sind, können Sie folgende Punkte beachten, damit Sie andere vor einer Ansteckung schützen:

  • Halten Sie Nase und Mund beim Husten und Niesen bedeckt. Verwenden Sie hierfür idealer Weise ein Einweg-Papiertaschentuch. Entsorgen Sie das Taschentuch anschließend
  • Benutzte Taschentücher nicht herumliegen lassen, sondern sofort entsorgen.
  • Nach dem Naseputzen oder Husten, die Hände gründlich waschen
  • Bereiten Sie eine Taschentücherbox vor, damit diese gleich Griffbereit ist.
  • Geben Sie anderen Menschen nicht die Hand, Umarmen Sie oder küssen Sie andere Menschen nicht.

Gegen einige Erreger stehen Impfungen zur Verfügung, damit die Krankheit gar nicht erst ausbricht. In welchem Alter welche Impfung für Kinder infrage kommt und wann Erwachsene ihren Impfschutz auffrischen müssen, erklärt Ihnen der Arzt Ihres Vertrauens gerne in einem Beratungsgespräch.

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