Achtsamkeit – Die kleinen Dinge verändern das Leben

Was ist mit den kleinen Dingen im Leben? Am Morgen aufstehen, kurze Toilette, den Kaffee im Becher mitnehmen und direkt ins Büro rennen, weil die Zeit für das Frühstück fehlt? Dort angekommen als erstes die Mails checken und los geht der Arbeitstag? Wenn Sie so in den Tag starten, werden Sie bestimmt hie und da über Stress klagen. Doch Sie können das selber ändern. Und es ist erst noch nicht schwierig. Denn Stressregulation in den Alltag zu integrieren heisst nicht, das Leben umzukrempeln. Oft genügt es, sich bewusst zu machen, was den Stress auslöst. Genau hinzuschauen, was einen aufwühlt. Machen Sie sich Gedanken wie es um Ihr Energiemanagement steht. Die Zeit (24 Stunden am Tag) zu managen ist das Eine, jedoch Ihren persönlichen Tagesrhythmus mit einzubeziehen ist das Andere und Wirkungsvollere. Wir haben nun mal nicht mehr als 24 Stunden pro Tag zur Verfügung.

Achtsamkeit – Der Blick auf die kleinen Dinge im Leben

Achtsamkeit - Der Blick auf die kleinen Dinge im Leben

Sind Sie am Morgen fitter als am Mittag, Nachmittag oder Abend? Ist es der Montag, der Sie antreibt oder fühlen Sie sich am Freitag voller Tatendrang? Achten Sie sich mal eine Woche lang darauf, wie Sie sich wann fühlen und versuchen Sie Ihre Planung Ihrer Energie vermehrt anzupassen. Wenn Sie Ihren Rhythmus kennen, macht es Sinn, entsprechend die schwierigen Vorhaben oder diejenigen, welche Sie vielleicht weniger gerne machen, auf Tage oder Stunden zu legen, an denen Sie sich grundsätzlich besser und fitter fühlen. Oft werden Signale des Körpers missachtet. Passiert dies über längere Zeit, kann es schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen haben.

Was gibt es Schöneres, als den Morgen in Ruhe zu beginnen? Sei es einen Kaffee oder Tee im Bett trinken und dafür den Wecker etwas früher stellen, sei es noch einige Minuten im Bett liegenzubleiben und den Tag entspannt anzugehen. Sie haben bestimmt viele gute Ideen, wie ein idealer Morgenstart bei Ihnen aussehen könnte. Es wird Ihnen helfen, einen neuen Bezug zum Start in den Tag zu bekommen. Es lohnt sich – auch wenn Sie 15 Minuten früher aufstehen müssen, Sie werden schnell einmal feststellen, dass sich der gesamte Tagesablauf positiv verändert, wenn Sie nicht beim Klingeln des Weckers aufschrecken und gleich losrennen.

Eine weitere Möglichkeit der Entspannung bietet das Abendritual. Kräutertee vor dem zu Bett Gehen? Oder wie wär’s mit einem Dankbarkeitsritual? Auch wenn Ihr Tag vielleicht nicht Ihren Wünschen entsprochen hat, gibt es immer irgend etwas, wofür Sie dankbar sein dürfen – selbst wenn es vielleicht nur eine Kleinigkeit ist. Wenn Sie solche Rituale in Ihren Tag respektive Abend integrieren, hilft Ihnen das unbewusst – manchmal auch bewusst – Ruhe in sich zu spüren. Zugegeben: Ein einziges Dankbarkeitsritual stellt noch nicht Ihre Welt auf den Kopf. Doch nach ein paar Wochen werden Sie die Wirkung erkennen.



Viele Menschen versuchen heute aus Zeitmangel, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Doch sind wir überhaupt fähig zum so genannten Multitasking? Oder anders gefragt, was ist Multitasking? In der Psychologie spricht man von Multitasking, wenn eine Person zwei oder mehrere Aufgaben zugleich ausführt. Studien zeigen, dass Multitasking das Glückshormon Dopamin freisetzt. Wir sind bestrebt, uns dafür zu belohnen, dass wir soviel gleichzeitig geschafft haben. Insbesondere Frauen halten sich für bessere Multitaskerinnen und bilden sich erst noch etwas darauf ein. Haben sie wirklich einen Grund, stolz darauf zu sein?

Eigentlich nicht, denn mehrere Aufgaben quasi parallel zu erledigen und dies ebenso gut, wie wenn es nur um eine ginge, ist utopisch. Beim mehrfach parallelen Arbeiten leiden die Konzentration und das Ergebnis unweigerlich und gleichermassen. Wissenschaftler haben in einer Studie deutlich gemacht, dass unser Gehirn maximal zwei einigermassen anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann.

Fazit: Multitasking ist erwiesenermassen nicht gut für uns. Es wurde nachgewiesen, dass Multitasking die Freisetzung von Stress – in Form des Hormons Cortisol – fördert. Daher ist es gesünder und erst noch effizienter, sich auf eine Sache zu fokussieren, diese gut auszuführen und dann die nächste in Angriff zu nehmen. Dieses eigentlich normale Vorgehen macht in den meisten Fällen Sinn, und am Ende des Tages ist man erst noch weiter gekommen als beim permanenten Multitasking.

Sie sehen, es sind die kleinen Dinge, die wir täglich selbst bestimmen können und die es uns erlauben, das Leben in eine Richtung zu verändern, die uns besser bekommt. So können wir am Schluss auch den Alltag gelassener nehmen. Wichtig ist jedoch, sich diese kleinen Veränderungen nicht nur vorzunehmen, sondern sie auch wirklich in den Alltag zu integrieren.

Claudia Gehriger - 3006 Bern/SwitzerlandClaudia Gehriger ist seit Jahren in den Bereichen Stressregulation und -prävention aktiv. Ursprünglich Drogistin, verfügt sie über ein CAS in der Gesundheitsförderung & Prävention sowie in Betrieblicher Gesundheitsförderung. Über Jahre war sie im Sport Organisations Management tätig. Claudia Gehrigers Ziel ist es, den Menschen durch einfache Massnahmen mehr Lebensfreude und -qualität zu vermitteln. Ihr neustes Projekt sind Offline-Camps, in denen die Teilnehmenden erfahren, wie es sich anfühlt, während 24 oder 48 Stunden auf ihre Handys und andere Mobilgeräte zu verzichten. Mehr Informationen unter www.calmness-retreat.com.

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