Krebs: Eine Biographie – Der Herrscher aller Krankheiten

Krebs ist keinesfalls eine Erscheinung der Neuzeit. Tatsächlich reichen seine Anfänge bis ins Jahr 3000 v. Chr. zurück. Erstmals erwähnt wurde der „unsichtbare Feind des Menschen“ in einem ägyptischen Dokument, das Brustkrebs diagnostiziert haben soll. Ein erster konkreter Nachweis folgte aber erst in der Bronzezeit (1900 bis 1600 v. Chr.) Der Schädel einer 2400 Jahre alten Mumien war mit verdächtigen Hautläsionen übersät, die höchstwahrscheinlich auf Melanome zurückzuführen waren. Doch als der wahre Wegbereiter der modernen Krebsforschung gilt nach wie vor Hippokrates. In seinen medizinischen Schriften veröffentlichte der griechische Arzt mögliche Ursachen und Behandlungsmethoden. Doch er leistete einen weiteren entscheidenden Beitrag zur modernen westlichen Medizin: Die Differenzierung zwischen gut- und bösartigen Tumoren. Als erster Onkologe ging Claudius Galen in die Krebsgeschichte ein. Genau wie Hippokrates machte er die Melancholie für sämtliche Formen von Brustkrebs verantwortlich. 2000 Jahre später kennen wir zwar noch immer nicht die konkrete Ursprungsquelle der Erkrankung, sind aber deutlich besser gegen sie gewappnet. Krebs muss nicht mehr als unheilbar hingenommen werden. Forschung und Technik ermöglichen eine vollständige Genesung.

TV-Beitrag: Krebs: Eine Biographie – Der Herrscher aller Krankheiten
Sender: Arte
Sendetermin: 04. Februar 2017 um 22:00 Uhr

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