Indikationsimpfungen

Die genannten Schutzimpfungen geben den Kindern als auch den Erwachsenen zwar schon einen gewissen Schutz gegen schlimme Krankheiten, doch abhängig von Indikationen sollten einige Impfungen noch zusätzlich erfolgen.

So werden zum Beispiel Frauen mit Kinderwunsch, deren Partnern, engen Kontaktpersonen und Neugeborenen empfohlen eine Keuchhusten-Impfung durchführen zu lassen. Denn für ein Baby kann ein Keuchhusten lebensgefährlich sein. Die Krankheit äußert sich durch ein plötzlichen Atemstillstand ohne jeglichen Hustenanfall.

Besteht darüber hinaus eine chronische Krankheit, besonders bei Kindern, dann sollte ebenfalls alles daran gesetzt werden, dass eine andere schwere Erkrankung dazu kommt.

Aus diesem Grund sollte bei folgenden chronischen Krankheiten geimpft werden:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Leukämie oder andere Tumorerkrankungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Erkrankungen der Leber
  • Störungen des Immunsystems
  • Neurodermitis
  • Erkrankungen der Atemorgane
  • Erkrankungen der Niere
  • Hämophilie (Bluterkrankheit)
  • Gedeihstörungen, vor allem bei Säuglingen

Ob in Ihrem Fall wirklich eine zusätzliche Impfung notwendig ist und um welche Impfung es sich handelt, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

Zudem gibt es für folgende Personengruppen ebenfalls die Empfehlung für zusätzliche Impfungen:

  • für Frühgeborene
  • vor einer Organtransplantation
  • vor einer großen bzw. schweren Operation
  • für Prostituierte
  • für Drogenabhängige, die sich die Drogen spritzen
  • für homosexuelle Männer
  • wenn die Milz nicht mehr ausreichend arbeitet oder sie entfernt wurde
  • Beim Vorhandensein einer Hepatitis B Erkrankung in der Familie
  • Personen über 60 Jahren
  • bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung

Des Weiteren kann sich jeder gegen verschiedene Krankheiten bzw. Keime impfen lassen, wie zum Beispiel gegen:

  • Hepatitis A
  • Pneumokokken
  • Influenza (Grippe)

Besteht allerdings kein ausreichender Grund für die zusätzlichen Impfungen und wird diese nicht von der Krankenkasse erstattet, so muss der Patient die Kosten der Impfung selber tragen. Fragen Sie doch einfach vorher bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Arzt nach.