Vitamin-D: Wichtiger Faktor im Kampf gegen Corona?

Gerade in diesem Jahr fragen sich viele gesundheitsbewusste Menschen, wie sie ihr Immunsystem in der kommenden kalten Jahreszeit möglichst gut unterstützen können. Neben vielen anderen Faktoren scheint unser Vitamin-D Haushalt nach neuester Studienlage eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung von Viruserkrankungen zu spielen. Eine gute Versorgung mit diesem Vitamin könnte den Studien zufolge helfen, sich vor Covid-19 und anderen Krankheiten zu schützen.

Was ist Vitamin-D?

D3 in Tropfen-Form zur Unterstützung der Abwehrkräfte

Mit dem Begriff Vitamin-D sind eigentlich mehrere Vitamine gemeint. Alle Vitamine der D-Gruppe sind fettlöslich und werden (anders als andere Vitamine) nur zu einem geringen Prozentsatz über die Nahrung aufgenommen. Bekommt unsere Haut genügend Sonnenstrahlung ab, stellt unser Körper etwa 80 bis 90 Prozent des benötigten Vitamin-D selbst her. Lediglich die restlichen 10 bis 20 Prozent werden über Lebensmittel zugeführt.

Gerade in den dunklen Jahreszeiten haben wir in unseren Breiten allerdings oft einen Mangel an Sonnenlicht. Kürzere Tage und schlechteres Wetter sorgen dafür, dass wir weniger draußen sind und nicht so viel Sonne abbekommen wie im Sommer. In der Folge gelangt nicht genügend der benötigten UVB-Strahlung an unsere Haut. Wenn möglich, greift der Körper in einer solchen Situation auf gespeichertes Vitamin D aus dem eigenen Fettgewebe zurück. Doch oft reicht dieser Mechanismus nicht aus, um sich den ganzen Winter über zu versorgen. Nicht umsonst leidet Schätzungen zufolge etwa die Hälfte der Mitteleuropäer an einem Vitamin-D-Mangel.

Wofür benötigen wir Vitamin D?

Relativ geläufig ist die Wirkung des Vitamins auf unsere Knochen. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Mineralisierung der knöchernen Strukturen und macht unser Skelett damit vereinfacht gesagt stark und widerstandsfähig.



Doch auch einige weitere Wirkungen werden diskutiert, sind zum Teil aber nicht nciht abschließend wissenschaftlich belegt. So soll Vitamin D positive Auswirkungen auf unser Herz-Kreislaufsystem, unsere Psyche und auf unsere Nervenzellen haben. Auch zeigen sich Schutzwirkungen gegenüber Krebs und Diabetes.

Desweiteren scheint eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D wichtig für unser Immunsystem zu sein. Verschiedene Studien haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Probanden mit einer guten Vitamin-D-Versorgung weniger häufig an viralen Infekten erkrankten als Menschen mit einer ungenügenden Versorgung. Einige Forscher vermuten sogar, der Vitamin-D-Mangel sei die Hauptursache dafür, dass Erkältungskrankheiten hauptsächlich im Herbst und Winter auftreten.

Vitamin-D als Schutz vor Corona?

Vitamin-D Präparate gibt es in Tropfen oder Kapseln

Vitamin-D Präparate gibt es in Tropfen oder Kapseln – Fotolia © 35680776

So könnte Vitamin D ein entscheidender Faktor dafür sein, sich auch vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen. Zwar ist ein kausaler Zusammenhang noch nicht ausreichend belegt, doch in einigen Studien konnten bereits Hinweise auf einen solchen Zusammenhang gefunden werden. Beispielsweise konnte bereits von britischen Forschern belegt werden, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel in Zusammenhang mit einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit steht. Nach derzeitigem Erkenntnisstand scheint es außerdem sehr plausibel, dass eine gute Versorgung mit D-Vitaminen vor einer Ansteckung schützen könnte. Britische Behörden empfehlen bereits eine Nahrungsergänzung für bestimmte Bevölkerungsgruppen.

Wie kann man seinen Vitamin-D-Haushalt erhöhen?

Wie kann man seinen Vitamin-D-Haushalt erhöhen?

Beratung in der Apotheke vor Ort – Fotolia © 36464200

Neben der Einnahme von Vitamin-D-Präparaten, die nicht ganz risikofrei ist und nur nach ärztlicher Absprache erfolgen sollte, gibt es einige andere Möglichkeiten, den Körper besser mit diesen Vitaminen zu versorgen. Im Folgenden nennen wir Ihnen einige praktische Beispiele, die sie ganz leicht in Ihren Alltag einbauen können.

Lassen Sie Sonne an Ihre Haut.
Versuchen Sie, auch im Winter jeden Tag nach draußen zu gehen, am besten, wenn die Sonne scheint. Etwa 15 bis 30 Minuten Sonneneinstrahlung täglich reichen aus, damit unser Körper ausreichend Vitamin D bilden kann. Künstliche UV-Lampen haben leider nicht den gleichen Effekt wie natürliches Sonnenlicht. Die guten Nachrichten: Auch hinter einer Fensterscheibe nimmt die Haut UVB-Strahlung auf. Also vielleicht einfach mal den Bürostuhl ans Fenster stellen, wenn die Sonne herauskommt.

Ernähren Sie sich Vitamin-D-reich.
Zwar nehmen wir nur einen geringeren Anteil des Vitamins über unsere Nahrung auf, aber immerhin bis zu einem Fünftel des Bedarfes lässt sich durch eine ausgewogene Ernährung decken. Lebensmittel mit viel Vitamin D sind beispielsweise Fisch und Meerestiere, Milchprodukte, Eier, Innereien und Pilze. Da die D-Vitamine fettlöslich sind, sollten Sie diese Lebensmittel immer in Kombination mit hochwertigen Ölen verzehren.

Erkennen Sie einen Mangel frühzeitig.
Sollten Sie bei sich Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels feststellen, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden. Dieser kann dann bei Bedarf ein entsprechendes Vitamin-D-Präparat verschreiben.

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