Warum Sport auch Prävention fürs Gehirn ist

Wie kürzlich auf dieser Plattform angemerkt, macht regelmäßige Bewegung nicht nur fitter, ausgeglichener und erhöht unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst, sondern ist allgemein das A und O für eine gute Prävention. Zur Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele sollte Sport daher immer wieder in den Alltag mit „eingebaut“ werden. Hinzu kommt jedoch noch ein weiteres Argument: Durch regelmäßig ausreichende Bewegung holen Sie sich mehr Sauerstoff ins Gehirn und das hat wiederum jede Menge positive Auswirkungen auf den Denkapparat.

Gehirnjogging kennt man. Doch wer seine grauen Zellen zu lange mit kniffligen Aufgaben, Bildschirmarbeit und Gedankenarbeit beschäftigt, benötigt zwischendurch dringend Bewegung. Wer das nicht tut, warnt die Hirnforschung, verhindere die Durchblutung einzelner Areale im Gehirn. „Sport hält jung“, diese Redewendung aus dem Volksmund passt demnach auch als präventive Maßnahme gegen die Verkalkung im Gehirn.

Jogging für Ihr Gehirn: Prävention gegen vorzeitige Verkalkung

Fotolia © Focus Pocus LTD

Zu lange Zeit inaktiv auf dem Sofa oder am Schreibtisch ist nicht gut für effektives Lernen und Arbeiten. Was viele nicht wissen: Wer zu lange über einer Aufgabe sitzt oder grübelt, beraubt sich selbst der Möglichkeit, mehr Wissen zu sammeln. Vielmehr ist zwischendurch Bewegung angesagt, weil die Aufnahmefähigkeit des Gehirns durch Bewegung zunimmt. Zusätzlich nehmen die Faktoren zu, die das Nervenwachstum anregen. Wie das genau aussieht? Durch Stimulation entstehen neue Synapsen und es bilden sich Neuronen im Gehirn. Bewegung an der frischen Luft hilft dabei. In der Ergotherapie wird beispielsweise gezielt Bewegung zur Förderung von Koordination und Konzentration eingesetzt.

Bewegung verbessert sogar Kreativität und Merkfähigkeit





Keine Idee? Dann ab nach draußen! Wer sich viele abstrakte Dinge auf einmal merken soll, sollte diese bei einem Spaziergang, beim Radeln oder während einer sonstigen Bewegung trainieren. Sport als Prävention gegen die Einfallslosigkeit? Menschen in kreativen Berufen machen sich diesen „Trick“ vor allem beim Brainstorming – der gezielten Suche nach neuen Ideen – zunutze. Probieren Sie es aus: Die besten Einfälle oder der gesuchte Ausweg aus festgefahrenen Strukturen kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Waldspaziergang, während des Schwimmens oder beim Joggen.

Wie lange muss ich mich bewegen, um einen positiven Effekt zu erzielen?

Zunächst sollte der Sport regelmäßig ausgeführt werden. Doch als „Sport“ reicht, laut Experten, schon ein 30-minütiger Spaziergang, um die Durchblutung des Gehirns um 14 Prozent zu erhöhen.

Wie viel muss ich mich bewegen?

Als „Sport“ bezeichnen Mediziner die intensive Bewegung von 15 bis 30 Minuten am Tag. Doch für viele Menschen ist dieses tägliche Bewegungspensum, welches in früheren Zeiten normal war, kaum noch zu bewältigen. Die Folge ist, dass wir viel mehr Energie aufnehmen als wir verbrauchen. So benötigt das Gehirn nur etwa ein Drittel der zugeführten Energie. Die Folgen sind bekannt: Gedankliche Trägheit, Übergewicht und andere körperliche Beschwerden können entstehen, Sport zur Prävention ist also von zentralem Wert für uns.

Was mache ich bei einer sitzenden Tätigkeit?

Nicht jeder ist Förster, Sportlehrer oder Physiotherapeut, hat also einen Beruf mit viel Bewegung. Wer tagsüber überwiegend sitzt oder steht, sollte sich im Sinne einer umfassenden Prävention möglichst gesund ernähren und regelmäßig möglichst eine Sportart treiben. Gesunde Ernährung ist im 21. Jahrhundert, zumindest in der westlichen Welt, für jedermann möglich. Regelmäßige Bewegung gelingt am besten, wenn man gemeinsam Sport treibt, zum Beispiel in einem Verein oder gemeinsam in einer Gruppe.

Oder einen Hund anschaffen?

Hundebesitzer haben tatsächlich einen Vorteil: Sie „müssen“ bei jedem Wetter an die frische Luft und Gassi gehen. Doch auch hier gilt: Bevorzugen Sie statt der kurzen Runde um die Häuserzeile lieber den zügigen Wald- oder Parkspaziergang. Bewegung sooft wie möglich fördert nicht nur Ihr Wohlbefinden, sondern auch das Ihres Vierbeiners!

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