Prävention und Gesundheitsförderung durch psychosoziale Beratung

Die psychosoziale Beratung durch einen speziell ausgebildeten Lebensberater ist für die Gesundheitsförderung von wichtiger Bedeutung. Wer den Weg zu ihm sucht, kann sich bereits bei kleineren Anzeichen von Stress und Belastung präventiv gegen Burnout und andere seelische Erkrankungen schützen, bevor es zu ernsthaften Krisen und Eskalationen kommt. Die psychosoziale Beratung und Gesundheitsförderung durch einen professionellen Lebensberater lohnt sich durchaus und umfasst die verschiedensten Bereiche, zum Beispiel die richtige Art zu kommunizieren, Motivation, Persönlichkeitsentwicklung, Resilienz, Burnout, Stress, Mobbing, Familie, Sexualität und weitere Bereiche.

Psychosoziale Beratung in Deutschland

psychosoziale Beratung

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Die Gesundheitsförderung und psychosoziale Beratung durch einen Lebensberater in Deutschland erfolgt in vielen Beratungsstellen der evangelischen Kirchengemeinden. Hier erhalten Ratsuchende jeden Alters professionelle Unterstützung und Hilfe von Fachleuten aus den Bereichen Psychologie, Medizin, Pädagogik, Recht und Theologie. Die katholische Kirche bietet im Rahmen einer Trägerschaft der Caritas ein ähnliches Angebot von Beratungsdiensten an. Lebensberater der evangelischen Dienste besitzen zumeist eine besondere Zusatzausbildung im Bereich “integrierter familienorientierter Beratung, die sie am Evangelischen Zentralinsitut für Familienberatung in der deutschen Hauptstadt erhalten. Die Basis für diese kirchliche Beratung sind Psychoanalyse, Tiefenpsychologie und Konzepte, die zum Teil auch unter Verwendung von gestalt- und verhaltenstherapeutischer durchgeführt werden, damit die psychosoziale Beratung der Gesundheitsförderung dient. Im Rahmen dieser Ausbildung wird jedem Lebensberater theoretisches Wissen, Methodentraining, beraterische Praxis und Wege zur persönlichen Entwicklung vermittelt. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre und schließt sechs zweiwöchige Intensivkurse mit 500 Unterrichtsstunden und 120 Stunden Selbsterfahrung mit ein. Außerdem gehören fünf sechsmonatige Praktika bei einer anerkannten Beratungsstelle sowie 180 Stunden Beratungspraxis zur Ausbildung. 50 einzelne Stunden Supervision und 40 Stunden Supervision im Team gehörend abschließend dazu. Nach entsprechenden Prüfungen erhält der Auszubildende ein Diplom in IFB.

Psychosoziale Beratung in Österreich und in der Schweiz

Die psychosoziale Beratung (Lebensberatung) und Gesundheitsförderung in Österreich ist als Gewerbe streng festgelegt. Nur Menschen, die eine bis zu sechssemestrige Ausbildung absolviert haben und praktische Erfahrung nachweisen können, dürfen sich Lebens- und Sozialberater, Diplom-Lebensberater oder Counselor nennen und auch entsprechend unter dieser Bezeichnung tätig sein. Auch in Österreich besteht die Ausbildung aus verschiedenen Elementen, nämlich aus 120 Stunden Selbsterfahrung in einer Gruppe und aus 240 Stunden Methodenkompetenz. Des Weiteren gehören 68 Stunden Grundlagen, 16 Stunden Ethik, 80 Stunden Krisenintervention, 16 Stunden Grundlagen und 24 Stunden betriebswirtschaftliche Grundlagen zu dieser Ausbildung. Anschließend muss der Auszubildende 750 Stunden Praxis absolvieren, worin auch die Erstellung von 100 Stunden Supervision und die Anfertigung von 100 Beratungsprotokollen enthalten ist. In Österreich ist es Lebensberatern nicht erlaubt, psychologische und krankheitswertige Störungsbilder, die nach ICD-10 definiert sind, zu behandeln. Die psychosoziale Beratung zur Gesundheitsförderung bezieht sich lediglich auf Sexualberatungen, soziale Bereiche, Fragen zu Partnerschaft und Familie und auf das Berufsleben. In der Schweiz sind die Titel Psychologin und Psychologe geschützt und dürfen nur dann verwendet werden, wenn ein Masterabschluss oder gleichwertiger Abschluss vorhanden ist. Lebensberater in der Schweiz müssen ebenfalls eine besondere Ausbildung absolvieren, die je nach Anbieter in Art und Dauer variieren kann. Die Ausbildung umfasst zum Beispiel die Bereiche Heilhypnose und methodisches Familienstellen.

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