Kostet wenig, tut gut: Frühjahrskur mit Löwenzahn

Auf jeder Wiese findet man ihn, den Löwenzahn. (Fast) jedes Kind kennt ihn, zumindest seine als „Pusteblumen“ beliebten Samenstände. Nur wenige wissen, dass er eine vielseitige Heil- und Küchenpflanze ist. Den Löwenzahn (Taraxum officiale) kann man gerade im Frühsommer kaum verwechseln. Man erkennt ihn man an seinen gelben, gefüllten Korbblüten oder später an den besagten ballförmigen „Pusteblumen“ sowie an seinen gezackten, lanzenförmigen Blättern. Wie Spargel und die andere essbare Frühjahrspflanzen wirkt er blutreinigend und belebt.

Löwenzahn – Vom Unkraut zum wirkungsvollen Heilkraut

Carotine, Flavonoide, Fructose, Gerbstoffe, Inuline, Vitamine, ätherisches Öl und Bitterstoffe … Den gesunden Löwenzahn findet man überall auf der nördlichen Halbkugel, denn er mag Regionen mit gemäßigtem Klima. Vor allem auf fetten Weiden und Wiesen aber auch am Wegesrand, in Parks und in Gärten begegnet man ihm. Essen kann man Blätter, Blüten und die langen Pfahlwurzeln, die – ebenso wie die Stängel – milchigen Saft enthalten. Die Blätter schmecken am besten, wenn sie noch jung und zart sind im Frühling. Dann enthalten sie auch noch wenig Bitterstoffe.

Löwenzahn – ein „Allrounder“ in der Küche

Frühjahrskur mit Löwenzahn

Frühjahrskur mit Löwenzahn – Urheber: Comugnero Silvana

Die Blätter kann man in herzhafte Käse-Muffins mitbacken, eine Löwenzahn-Quiche herstellen oder als Löwenzahn-Pesto für längere Zeit haltbar machen. Eine helle Hollandaise-Sauce wird herzhafter, wenn man ihr kleingehackte Löwenzahnblätter hinzufügt. Besonders einfach und schnell genießt man aber Löwenzahn als Tee oder in einem bunten Frühlingssalat. Frisch gepflückt von der Wiese.

Rezept: Löwenzahn-Salat:

1 handvoll Löwenzahnblätter
1 handvoll Blattsalat (auch gemischt)
4 Cocktail-Tomaten

Für das Dressing:

2 EL heller oder dunkler Balsamico-Essig
3 EL Olivenöl
1 TL mittelscharfer Senf
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen

Den Löwenzahn und den Salat waschen, trocken schütteln, in Stücke reißen und in eine Schüssel geben. Die Tomaten halbieren und hinzugeben. Für das Dressing alle Zutaten vermischen und über den Salat gießen.

Tipp: Wer mag streut noch ein paar Sonnenblumen- oder Pinienkerne darüber oder dekoriert seinen „Power“-Salat mit den Blüten von Gänseblümchen – auch die sind essbar und gut für unseren Stoffwechsel.



Gut zu wissen:

Löwenzahn und allgemein Wildkräuter und -pflanzen sollte man nicht direkt neben einer Autobahn oder dem gedüngten Acker pflücken, sonst enthalten die Blätter zuviele Schadstoffe. Aus Löwenzahnblüten lässt sich auch prima eine Salbe gegen Juckreiz und Hautbeschwerden herstellen.

Weitere Informationen:

Petra Altmann, Schwester Fidelis Happach OSB: Die Kraft der Klosterkräuter, Don Bosco Verlag

Manuela Krämer: Rezept für Löwenzahn-Quiche, auf www.federkunst-texte.de/blog

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