Gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel

Gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel – Eine gesunde Ernährung garantiert zwar keinen hundertprozentigen Schutz vor chronischen Erkrankungen, erweist sich jedoch als probates Mittel der Prävention. Laut Einschätzungen der World Cancer Research Fund und des American Institute for Cancer Research senkt eine bewusste Ernährungsform, verbunden mit ausreichend körperlicher Bewegung und einem mäßigen Genuss von Alkohol und Nikotin, das Krebsrisiko um 30 bis 40 Prozent. Ein ungesunder Lebensstil hingegen führt zu einer dreifach erhöhten Krebsgefahr und einem vierfach erhöhtem kardiovaskulärem Risiko. Häufig erhoffen sich Patienten auch durch die regelmäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zusätzliche Abwehrkräfte gegen chronische Leiden. Doch welche Ernährungsgewohnheiten dienen tatsächlich der Prävention und welche Rolle spielen dabei Supplemente?

Nahrungsergänzungsmittel – Empfehlungen zur Prävention

  • Nahrungsergänzungsmittel

    Nahrungsergänzungsmittel – Fotolia © euthymia

    Normalgewicht: Zum Schutz vor chronischen Erkrankungen ist ein stabiles Körpergewicht zu empfehlen, das sich idealerweise im Normalbereich bewegt (BMI bis 25). Über- und Untergewicht gilt es möglichst zu vermeiden. Insbesondere Übergewicht soll als einer der zentralen Krebsrisikofaktoren mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung vermieden werden.

  • Körperliche Bewegung: Mindestens genauso wichtig wie ein konstantes Körpergewicht ist ausreichend Bewegung. Als optimales Pensum gilt eine halbe Stunde täglich, das beispielsweise durch einen ausgedehnten Spaziergang oder schnelles Gehen erreicht werden kann. Sitzende und liegende Aktivitäten wie Fernsehen sollten hingegen reduziert werden. Sie begünstigen Bewegungsmangel und können damit langfristig zu Übergewicht führen.
  • Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag: Zu einem körperbewussten Lebensstil zählt eine Tagesration von etwa 600 Gramm Obst und Gemüse, was umgerechnet mindestens fünf Portionen entspricht. Hierbei reicht es jedoch nicht, sich auf eine Obst- oder Gemüsesorte zu beschränken. Nur die gesamte Lebensmittelgruppe bietet dem Körper die optimale Vitamin- und Nährstoffzufuhr.
  • Verzicht auf energiedichte Lebensmittel: Lebensmittel mit einem beträchtlich hohem Fett- und Zuckeranteil wie Süßwaren, Fast Food, Snacks und Softdrinks enthalten bereits einen Großteil der empfohlenen Kalorienzufuhr. Die Langzeitfolge: Eine drastische Gewichtszunahme.
  • Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Getreideprodukte: Reichlich pflanzliche Nahrungsmittel wie Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln decken den täglichen Bedarf an Ballaststoffen von 30 Gramm optimal ab. Damit sind sie die ideale Beilage zu jeder Mahlzeit.
  • Mäßiger Konsum von Alkohol: Neben Übergewicht ist Alkohol einer der größten Risikofaktoren für Krebserkrankungen. Für einen gesunden Lebensstil sollte der Genuss entweder komplett eingestellt werden oder nur noch in Maßen stattfinden.
  • Vorsicht mit Fleisch- und Wurstwaren: Es ist unumstritten, dass ein übermäßiger Fleischverzehr eine risikoerhöhende Nahrungskompetente ist. So gilt es den Konsum auf zwei bis drei wöchentliche Portionen von 120 bis 150 Gramm zu reduzieren. Dabei ist weißes Fleisch wie Fisch und Geflügel rotem wie Lamm, Rind und Schwein vorzuziehen.
  • Achtung Salz: Salz ist unser täglicher Begleiter, macht uns in zu hoher Konzentration aber krank. Von stark gesalzenen Speisen und salzkonservierten Nahrungsmitteln ist daher dringend abzuraten. Die gesunde Geschmacksalternative: Kräuter und Gewürze.
  • Tabakkonsum einstellen: Er gilt als der größte Risikofaktor für Krebs – Tabak. An einem Drittel aller Erkrankungen ist er maßgeblich beteiligt. Um die Gefahr herabzusetzen, sollte der Konsum entweder auf ein Minimum reduziert oder ganz eingestellt werden.



Nahrungsergänzungsmittel – Schutz oder Schadstoff?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung leicht gemacht – das Versprechen sämtlicher Nahrungsergänzungsmittel. Doch die Realität sieht anders aus. Supplemente, allen voran Vitamintabletten, haben keine präventive Wirkung gegen Krebserkrankungen. Im Gegenteil: Wissenschaftliche Studien belegen, dass unkontrollierte Hochdosierungen unter Umständen sogar gesundheitsschädigend sein können. Vorsorge durch gesunde Ernährungsgewohnheiten kann damit nur mit den empfohlenen Lebensmitteln gewährleistet werden. Nahrungsergänzungsmittel leisten demnach keinen positiven Beitrag.

Tipp der Redaktion: Weitere Informationen bezüglich Nahrungsergänzungmittel (siehe Quellverweise)

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