Allergie-Prävention: Ernährungstipps für Mütter und Babys

Allergie-Prävention für Babys, aber wie? Viele Mütter sind unsicher, welche Nahrung für sie selbst und ein allergisch vorbelastetes Baby sinnvoll ist. Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema gibt die weltweit größte Studie, die „German Infant Nutrition Intervention Study“ (GINI). Die wichtigsten Ernährungstipps hat die Deutsche Haut- und
Allergiehilfe e. V. (DHA) zusammengefasst.

Allergie-Prävention: Ernährungstipps für Mütter und Babys

Allergie-Prävention für Babys - Fotolia © #116575702

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Bei der Säuglingsernährung in den ersten vier Monaten erlauben die Experten
keine Kompromisse: Idealerweise sollten allergiegefährdete Babys in dieser Zeit
voll gestillt werden. Mütter, die nicht stillen können oder wollen, sollten auf
hypoallergene Säuglingsnahrung (HA-Nahrung) zurückgreifen. Deren
allergievorbeugende Wirkung sollte durch unabhängige Studien wie die GINI
belegt sein.



Schwangere Frauen und stillende Mütter sollten weitgehend normal essen. Sie
dürfen durchaus auch Lebensmittel mit allergenem Potenzial zu sich nehmen,
wie z. B. Kuhmilch, Eier, Weizen, Soja, Nüsse oder Fisch, solange die Frauen
diese Nahrungsmittel selbst vertragen. Die DHA betont, dass es keine Hinweise
darauf gibt, dass der Verzicht auf diese Lebensmittel eine allergievorbeugende
Wirkung auf das Baby hat. Hingegen kann der Verzicht auf wichtige Lebensmittel
wie Milch oder Eier zu einer Mangelernährung führen.

Allergie-Prävention - Ernährungstipps für Mütter und Babys - Fotolia © 44379295

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Ab dem vollendeten vierten, spätestens aber ab dem sechsten Lebensmonat
sollten Babys Beikost bekommen, so die Empfehlung der Wissenschaftler.
Sobald das Kind einige Lebensmittel kennengelernt hat und diese verträgt,
können die Eltern ihrem Nachwuchs nach und nach auch potenziell allergene
Lebensmittel anbieten. Die Studienergebnisse weisen darauf hin, dass ein
solches Vorgehen vor Allergien schützen kann. Lediglich Kuhmilch sollte erst
nach dem ersten Lebensjahr auf dem Speiseplan von Kleinkindern stehen.
Die wichtigsten Ergebnisse der GINA-Studie hat die DHA in der Broschüre
„Allergieprävention und Ernährung“ zusammengefasst, die im Internet unter
www.dha-allergien.de kostenlos bestellt werden kann.

Allergie-Prävention vom ersten Tag an!

Achten Sie auf ein allergiearmes Umfeld für Ihr Baby:

  • Sorgen Sie für eine rauchfreie Umgebung
  • Halten Sie die Belastung durch Schadstoffe in Innenräumen so gering wie möglich
  • Sorgen Sie für eine regelmäßige Durchlüftung Ihrer Wohnräume
  • Vermeidung von schimmelpilzförderndem Raumklima
  • Meiden Sie, so gut als möglich, stark befahrende Strassen

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