Definition von Gesundheit

Die Gesundheit des Menschen wurde im Jahre 1946 von der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, wie folgt definiert:

Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes bildet eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Anschauung und der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung.

„Mit anderen Worten ist ein Mensch gesund, wenn keine Krankheit besteht. Zudem wird Gesundheit als völliges Wohlergehen, uneingeschränkte Handlungsfähigkeit und Wohlbefinden in körperlichem, geistigem und sozialem Hinblick verstanden.

Die Gesundheit ist ein Zustand, den man zum Teil selbst beeinflussen kann, indem man auf eine gesunde Lebensweise achtet.

Dazu zählt zum Beispiel:

  • gesunde und abwechslungsreiche Ernährung
  • viel Bewegung
  • genügend Schlaf
  • guter Umgang mit seelisch belastenden Situationen
  • keine regelmäßige körperliche Überbelastung
  • Genussmittel in Maßen

Zum anderen gibt es viele Einflüsse, welche die menschliche Gesundheit beeinflussen können, aber in der Regel nicht veränderbar sind.

Dazu werden vor allem folgende gezählt:

  • die Veranlagung
  • die Umwelteinflüsse
  • soziales Umfeld

Die Veranlagung

Die Veranlagung spielt in dem Thema „Gesundheit“ eine große Rolle. Bereits bei der Geburt wird jeder Mensch von den Veranlagungen geprägt. Der ein oder andere hat zum Beispiel die Veranlagung für Asthma, der andere dagegen für ein Bluthochdruck, von seinen Eltern übernommen. Es steht jedoch in keinem Fall fest, dass diese genetischen Risikofaktoren auch tatsächlich zu diesen Krankheiten führen. Aber nicht nur die genetische Ausstattung wird zu der Veranlagung gezählt, sondern auch die körperlichen Umstände und die Gewohnheiten, wie zum Beispiel das Ess – und Bewegungsverhalten.

Die Umwelteinflüsse

Auch die natürlichen Umwelteinflüsse wirken sich auf unsere Gesundheit negativ aus. Bei der einen Bevölkerung mehr als bei der anderen. In vielen Regionen auf der Welt herrscht Trinkwassermangel, Hungersnot, schlechte Wohnverhältnisse, Hygienemangel, Luftverschmutzung, viel Lärm, Erdbeben, usw. Aber auch bei uns gibt es die Probleme mit dem Klima und dem Wetter. Viele Menschen klagen bei einem Wetterumschwung über Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Schmerzen einer alten Verletzung, depressive Verstimmungen, usw.Doch die Gesundheit wird vielmehr von dem Lärm und den Abgasen negativ beeinflusst. Während Lärm Nervosität verursacht, die Erholung stört und den Schlaf raubt, können bei erhöhten Abgasen, zum Beispiel von Autos, Fabriken, Heizungen usw. Symptome wie Augenbrennen, eingeschränkte Lungenfunktion und vermehrte Atemwegserkrankungen auftreten.

Soziales Umfeld

Das soziale Umfeld spielt für die Gesundheit eine wesentliche Rolle. Dabei nehmen Familie, eine Partnerschaft bzw. Ehe, Freunde, ein gutes Arbeitsverhältnis und das regelmäßige Ausüben eines Hobbys einen hohen Stellenwert ein.Es wurde beobachtet, dass Jugendliche, die ein harmonisches Familienleben führen – viele Wohnen mindestens bis zum 18. Lebensjahr bei den Eltern – in Zukunft ein fröhliches und unkomplizierteres  Leben führen. Zum Beispiel konsumieren Jugendliche, die ein gutes Verhältnis zu den Eltern haben, wesentlich weniger Drogen und verfallen nicht so schnell in eine Depression. In der Regel gehören die Eltern, neben der besten Freundin bzw. besten Freund, zwischen dem 16. und 20. Lebensjahr zu den wichtigsten Ansprechpartnern. Ist diese Beziehung gestört, so ist das Wohlbefinden dementsprechend gestört und führt zu starken Belastungen.Auch Freunde sind für das Leben ein wichtiger Bestandteil. Probleme werden so meistens mit den besten Freunden besprochen. Daneben kann man mit ihnen auch über alltägliche Sachen sprechen  bzw. diskutieren und gemeinsam etwas unternehmen.Ein gutes Klima am Arbeitsplatz oder in der Schule ist gesundheitsfördernd und wirkt sich positiv auf die Lebensqualität aus. Gibt es keine Probleme in der Arbeit oder in der Schule, so treten seltener depressive Verstimmungen auf und der regelmäßige Alkoholkonsum wird auch kaum beobachtet.